Gscheideggkogel (Ochsenriedel)

am 30.12.2017

Gscheideggkogel 1.788 m - 1.050 Hm (mit Wiederanstieg)

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mit dabei:
Chris und Philipp


Schitter Buam am Ochsenriedel
Eine Tour zum Jahresabschluss mit dem Filius hat auch schon Tradition. Und weil heuer der letzte Tag des Jahres terminlich vergeben war, sind Chris und ich um einen Tag früher unterwegs gewesen. Neffe Philipp hat die Schitter Buam als Dritter in der Runde ergänzt. Der Gscheideggkogel, den die Radmarer Bevölkerung bekanntermaßen als „Ochsenriedel“ bezeichnet, war nicht zum ersten Mal das Ziel dieser letzten Tour des Jahres.

Aufstieg zum Gscheideggkogel
Nach einem herrlich sonnigen Wintertag mit den Enkelkindern am Krakauer Skilift, haben bei der Anfahrt nach Radmer der Schneefall und die Schneefahrbahn die Erwartungen hinsichtlich des Wetters gedämpft. Umso positiver waren wir dann überrascht, als während unseres Aufbruchs sich ein erstes blaues Fenster über uns aufgetan hat. In der Folge sind wir bei Sonnenschein durch die herrliche Winterlandschaft als erste an diesem Tag angestiegen.

Die letzten Meter zum Gipfel
Der nächtliche Neuschneezuwachs in der kompakten Spur war dabei kein Hindernis und das Spuren keine große Aufgabe. Mit zunehmender Höhe hat sich auch die Restbewölkung verzogen und den Blick auf die umliegenden Berge freigegeben. Die Vorfreude auf die Abfahrt im flockigen Pulverschnee hat unsere Schritte beflügelt und bereits 1 Std 45 min nach unserem Aufbruch waren wir das erste Mal am Gipfel.

Gleitschneelawine
Diesen sonst von beiden Seiten so stark besuchten Gipfel für uns alleine zu haben, das haben wir schon genossen und uns beim Umrüsten für die Abfahrt ordentlich Zeit genommen. Die während des Anstiegs beobachteten Gleitschneelawinen und Fischmäuler haben uns dazu gemahnt, die sicheren Korridore - auch wenn sie vom Vortag unterhalb des Neuschneezuwachses schon etwas verspurt waren - nicht zu verlassen.

Erste Abfahrt vom Gscheideggkogel
Dann haben wir das erste Mal talwärts gejubelt. Und weil es so schön war, haben wir uns erst etwas weiter unten als geplant wieder eingebremst. Das hatte dann zwar den Nachteil, dass wir den ersten Teil des Wiederanstiegs frisch spuren mussten, aber auch dabei ist schon wieder die Vorfreude auf die zweite Abfahrt aufgekommen.

Gscheideggkogel 1.788 m
In der Zwischenzeit war der Gipfel schon viel besser besucht, aber weil wir uns auch beim zweiten Umrüsten nicht gesputet haben, waren wir plötzlich wieder alleine neben dem Gipfelkreuz, wo uns kurz zuvor auch noch Weihnachtskekse angeboten worden waren. Die haben wir natürlich gerne verkostet. Danke! Philip hat bei der Kontrolle seiner in Ermangelung von Originalersatzteilen notdürftig reparierten Ausrüstung feststellen müssen, dass die Lebenszeit von Kabelbindern auch ein Ablaufdatum hat.

Talabfahrt
Auch bei der zweiten Abfahrt hat es wieder ordentlich gestaubt. Diesmal sind wir aber in der Falllinie geblieben und haben am Rand der befahrenen Schneisen noch herrlichen Pulverschnee vorgefunden. Den Lugauer, unser steirisches Matterhorn, immer vor uns, haben wir sehr schnell die schweißtreibend erarbeitete Höhe wieder abgebaut.

Wegabfahrt
Schließlich haben wir uns in den Forstweg hineingestellt und sind flott abgefahren. Einladend aussehende Abkürzungen über Schläge waren wegen der darin wachsenden Jungkulturen keine Option. Schließlich ging es über den letzten freien Hang hinunter zum Ausgangspunkt bei der Kapelle. Auch da sind sich noch einige lustvolle Schwünge ausgegangen. Direkt neben dem Parkplatz haben wir schließlich wieder abgeschnallt und die Ausrüstung im Auto verstaut.

Tiefblick nach Radmer; die Antoniuskirche im Sonnenlicht
Die geplante Einkehr in Radmer ist ausgefallen, weil das Gasthaus übervoll war. Der am 24.12. im 92. Lebensjahr verstorbene Seniorchef Karl Heiml ist am Vormittag zu Grabe getragen worden. Wir werden seine Geschichten aus vergangenen Zeiten, die uns so manche Einkehr sehr kurzweilig gestaltet haben, vermissen. Er möge in Frieden ruhen.

Spirituelle Einkehr
Spirituell eingekehrt – und auch das hat schon Tradition - sind wir aber gleich danach in der Pfarrkirche in Radmer. Den Pfarrpatron, den Hl. Antonius, haben wir bei dieser Gelegenheit gebeten, Verlorenes - und da gäbe es so manches – wiederzufinden und uns auch in Zukunft bei verworrenen Wegen die richtige Abzweigung nehmen zu lassen.

Wiener Schnitzel
Der mittlerweile schneefreie Weg zurück über den Präbichl ist, weil uns bestens bekannt, sicher kein solcher. In Traboch haben wir schließlich wieder einmal die Heimfahrt unterbrochen und - das wird den Heinrich freuen – uns mit Schnitzel und Salat gestärkt.

Prosit 2018!
Ihm und allen übrigen Besuchern und Besucherinnen meines weblogs wünsche ich „Alles Gute für das neue Jahr!“



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