Moschkogel

am 03.01.2018

Moschkogel 1.916 m - 720 Hm (mit Wiederanstieg)

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mit dabei:
Chris



Morgendämmerung über D.Landsberg
„Der Sonne entgegen!“ war das Motto dieser Tour, mit der wir dem durch das herannahende Sturmtief verursachten Katastrophenwetter und der angestiegenen Lawinengefahr im Norden des Landes ausweichen wollten. Sehr schöne, durch die Sonne verursachte Lichteffekte haben wir in der Morgendämmerung nach dieser Supervollmondnacht auch bei der Anfahrt im Bereich Deutschlandsberg erlebt.

…der andere rauft sich die Haare
Beim Ausgangspunkt der Tour am Parkplatz neben der Bundesstraße war allerdings erst einmal Haare raufen angesagt. Bei der mitternächtlichen Tourenvorbereitung hatten die Steigfelle im Regal vergessen „Hier!“ zu rufen. Und die Skier hatten nach der späten Wachsung auch darauf vergessen, ihre pelzigen Gefährten einzufordern.

Morgenstimmung in der SW Steiermark
Jetzt war ein zweites Motto gefragt. „Doppelt hält besser", heißt es. Bevor wir aber ein zweites Mal - diesmal mit Fellen - wieder anreisen konnten, mussten wir noch einmal zu Hause in Graz „auf einen kleinen Kaffee“ vorbeifahren. Am Weg dahin ist Motto Nr. 1 mit der herrlichen Morgenstimmung über der Südweststeiermark zur Geltung verholfen worden.

Aufstieg zur Bärntalerhütte
Mit der Sonnenbrille auf der Nase ging es dann also wieder in Richtung Weinebene. Dort wurde am Grünanger Parkplatz aufgefellt und jetzt konnte es endlich losgehen. Anfangs kurz bergab und danach leicht ansteigend sind wir bis zur Bärntalhütte angestiegen. Da hat uns der Wind, der schon am Parkplatz ziemlich frisch geblasen hat, neuerlich Willkommen geheißen.

Umrüsten für die Abfahrt
Im Wald sind wir dann in Richtung Moschkogel angestiegen. Im Schutze der letzten Bäume haben wir dann die Oberbekleidung ergänzt, Gesichtsmasken und Brillen angelegt und dann den freien, dem Wind komplett ausgesetzten Bereich hinauf zum Gipfel absolviert. Im Lee nördlich des Gipfelfelsens haben wir dann abgefellt und unsere Ausrüstung auf Abfahrtsbetrieb getrimmt.

Erste Abfahrt vom Moschkogel
Danach ging es – vom Wind getrieben – wieder abwärts. Schnell haben wir gemerkt, dass der zwischen den Bäumen abgelagerte Triebschnee viel besser fahrbar war, als die verharschten freien Flächen mit den windgepressten Gangeln und den ebenso unberechenbaren Triebschneelinsen.

Wind auch bei der Bärntalerhütte
Bei der Bärentalhütte haben wir abgeschwungen und uns im windgeschützten kleinen Unterstand neben der Hütte gelabt und für den Wiederaufstieg umgerüstet. Danach ging es - jetzt aber gleich von Beginn an mit dem vollen Gesichtsschutz - wieder hinauf. Eine halbe Stunde später haben wir wieder den Windschatten des Gipfelfelsens zum Abfellen aufgesucht.

Vater und Sohn am Moschkogel (Danke an Florian für den Fotografendienst)
Jetzt haben wir die in der Früh für die Extra – Kilometer verantwortlichen Aufstiegshilfen aber endgültig im Rucksack verstaut. Ein ursprünglich angedachter 3. Aufstieg ist dem Zeitdiktat zum Opfer gefallen. Und außerdem hat sich die Sonne langsam hinter den Wolken versteckt, Motto 1 damit untergraben und zwei Anstiege haben ohnehin besser zu Motto 2 gepasst.

Abfahrt vom Moschkogel
Also sind wir wieder möglichst im Triebschnee, der sich zwischen den Bäumen abgelagert hatte, genussvoll abgefahren. Ab der Forstwegquerung sind wir aber nicht mehr in Richtung Bärntalhütte, sondern weiter durch den Wald halblinks zum Wanderweg hinunter gebraust.

Die letzten Bergauf - Meter mit geschulterten Skiern zurückgelegt
Über diesen sind wir schließlich weiter entlang der Aufstiegsspur abgefahren. Einmal musste dabei – so wie auch schon beim Anstieg – ein umgefallener Baum umgangen werden. Am geräumten Forstweg, der wieder zum Parkplatz hinaufführt, haben wir schließlich die Skier geschultert und sie am windausgesetzten Parkplatz im Auto verstaut.

Wiener Schnitzel
Dann ging es auf die Suche nach einer Einkehrstätte. Der Heinrich wird sich sicher darüber freuen, dass wir in Deutschlandsberg fündig geworden sind. Ein Menu mit Strudelsuppe, Schnitzel und Salat war zwar das Einzige, das um diese Tageszeit angeboten wurde, aber es hat genau unseren Geschmack getroffen. Dann ging es dem Motto Nr. 2 folgend abermals heimwärts.

P.S.:
Der ökologische Fußabdruck dieser Tour ist sicher verbesserungswürdig und ich hätte, zumindest die An- und Abreise betreffend, auf das Motto Nr. 2 gerne verzichtet. Aber ich verspreche, dass ich schon morgen – wie sonst auch – mit dem Fahrrad ins Büro fahren werde.



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