Trenchtling - Dreikönigstour

am 06.01.2018

Leobner Mauer 1.870 m - Lamingegg 1.959 m - NN 2.010 m - Hochturm 2.081 m - Leobner Mauer 1.870 m (Gegenanstieg) - 1.460 Hm

Zurück

mit dabei:
Chris, Philipp und Andreas (Anderl)



19  C+A+P  18  (Chris+Andreas+Philipp)
Eine Skitour am Dreikönigstag hat in unserer Runde schon eine lange Tradition. So sind die „3 Weisen aus dem Grazerland“ (Chris, Anderl und Philipp) auch heuer wieder unterwegs gewesen. Als Vierter in der Runde ist mir wieder einmal die Rolle des Begleiters zugefallen, der überdies für die Aufzeichnungen verantwortlich ist.

Schlussanstieg
Nach der Anfahrt im Nebel sind wir bei den Almhäusern am Präbichl gestartet und vorbei an der Talstation der Materialseilbahn der Leobnerhütte zur Oberen Handlalm angestiegen. Während des weiteren Anstiegs in der harten, aber griffigen Spur hinauf entlang der Westseite der Leobner Mauer haben wir die Harscheisen montiert. Sie haben den einen oder anderen Rutscher verhindert und den Aufstieg erleichtert.

St. Laurenti im Nebel
Auf Höhe der letzten Bäume haben wir uns das Schneeprofil angesehen und danach die letzten Meter hinauf zum Ausstieg aus der schattigen Leite absolviert. Nicht dem Stern, diesmal aber der Sonne sind die 3 Weisen dann in Richtung 1. Tagesgipfel gefolgt. Auf der Leobner Mauer haben wir uns einmal kurz gelabt und die Szenerie rund um uns eingesaugt. Auch die Flanke des Trenchtling haben wir für die spätere Befahrung hinsichtlich der Entladungen der letzten Tage sehr genau in Augenschein genommen.

Aufstieg über das Wildfeld
Das unverwechselbare Gipfelzeichen dieses herrlichen Aussichtspunktes hoch über dem Präbichl haben wir nach dem Umrüsten in den Ochsenboden abfahrend wieder verlassen. Wenige Minuten später haben wir dort schon wieder aufgefellt und unseren Aufstieg über das Wildfeld zum Lamingegg begonnen.

Aufstieg zum namenlosen Gipfel südöstlich vom Lamingegg
20 Minuten später haben wir auch den 2. Tagesgipfel erreicht. Die sich auftuenden Ausblicke in Richtung Hochschwab haben wir zwar registriert, aber zur genaueren Begutachtung auf später vertagt. Diesmal haben wir nicht abgefellt, sondern sind weiter zum unbenannten Gipfel südöstlich des Lamingeggs angestiegen.

Aufstieg zum Hochturm
Dort haben wir die Skier auf die Rucksäcke gepackt und zum Zwecke des sicheren Standes auf dem gefrorenen Boden auch gleich die Steigeisen montiert. Danach ging es erst einmal ein paar Höhenmeter stapfend abwärts bis zum Sommerweg. Kurzzeitig ist in diesem Bereich etwas Nebel aufgestiegen und hat die Sicht beeinträchtigt. Dem Weg sind wir dann in etwa bis zum leicht vereisten Steilaufschwung gefolgt.

Hochturm 2.081 m
Der war mit den Eisen an den Füßen auch kein Problem. Anschließend sind wir noch – Schneefelder etwas umgehend – bis zum Gipfel des Hochturm angestiegen. Dort hat – erstmals an diesem Tag – ein leichtes Lüfterl geweht. Nichts desto trotz haben wir uns ausgiebig Zeit für das in die Ferne schauen gegönnt und uns natürlich auch gestärkt.

Abfahrt mit Panoramablick
Jetzt haben wir auch wieder abgefellt und uns auf die Abfahrt vorbereitet. Wenige Meter galt es nur, bis an den Rand des Plateaus hinunterzustapfen. Dort aber haben wir angeschnallt und dem absoluten Highlight dieser Tour stand nichts mehr im Wege, der Abfahrt über die nicht ganz flache Rinne unterhalb des Gipfels in den Rötzgraben.

Abfahrtsvergnügen pur!
Jene Kindergruppen, die heutzutage in allen Pfarren von Tür zu Tür gehen und die Weisen aus dem Morgenland repräsentieren, versuchen harmonisch und gemeinsam zu singen. Die 3 Weisen aus dem Grazerland hatten einen solchen Anspruch nicht. Das talwärts Solo-Jubeln jedes Einzelnen war jedenfalls auch so geplant, galt es aus Sicherheitsgründen doch einzeln abzufahren und in den Abfahrtspausen sichere Standpunkte einzunehmen.

Auch zwischen den Knollen genussvolle Abfahrt
Der Jubel ist auch erst am Ende der 600 genussvoll abgebauten Höhenmeter verebbt. Die Sonne hatte die Kruste an der Oberfläche mittlerweile aufgetaut und darunter gab es gesetzten, nassen Pulver; eine perfekte frühlingshafte Kombination. Auch die aufgeweichten Knollen in den Lawinenbahnen der Spontanentladungen aus den Vortagen waren kein Hindernis beim Abfahrtsgenuss.

2. Anstieg zur Leobner Mauer
Im Schneeloch haben wir nach einer kurzen Schrägfahrt und einigen schmierigen Schwüngen am letzten Hang wieder aufgefellt. Jetzt hätte es die einfache Möglichkeit des Wiederanstiegs zum Ochsenboden gegeben. Wir haben uns aber für einen Anstieg bis zum Gipfel der Leobner Mauer entschieden und diesen 35 Minuten später - zum zweiten Mal an diesem Tag - erreicht.

Abfahrtslinie vom Hochturm
Noch einmal haben wir uns dort oben niedergelassen und die Aussicht in der Nachmittagssonne genossen und vor allem auf die genussvolle Abfahrtslinie vom Hochturm zurückgeblickt. Danach ging es fahrend wieder abwärts in den Ochsenboden. Jetzt sind wir aber gleich weiter in die Trenchtlingrinne eingefahren. Der Schnee darin war stellenweise etwas betrogen, aber im Allgemeinen recht gut fahrbar.

Lonesome tree
Der Regeneintrag in der Schneedecke hatte tiefe Rillen hinterlassen, die unsere Blicke auf den Gegenhang gezogen haben. Recht flott sind wir danach zur Materialseilbahn - Talstation und weiter entlang der Aufstiegsspur zum Ausgangspunkt der Tour abgefahren. Diesen haben wir nach 7 ½ Stunden am Berg wieder erreicht. Unsere Füße waren nach der langen Zeit in den Skibergschuhen für die Entlastung durch den Wechsel des Schuhwerks doch recht froh.

Schnitzel
Nach dem Verstauen der Ausrüstung ging es zum Einkehrschwung nach Traboch. Auch in der vom Gatten der Wirtin selbst geschnitzten Weihnachtskrippe waren die Weisen schon zu Besuch. Den Heinrich wird aber mehr interessieren, dass wir mit Schnitzel, Salat und flüssigem Brot die reichlich verbrannte Energie wieder zugeführt haben.

Profil
Das viele Auf – und Ab hat schließlich aus seine Spuren hinterlassen. Und mit viel Fantasie kann man dem Höhenprofil der Tour schon die Form einer (Drei)Königskrone abgewinnen.



Mehr Bilder zur Tour

Zurück







| Suchmaschinenoptimierung durch die Lorem Ipsum GmbH |