Preber

am 14.01.2018

Preber 2.740 m - 1.220 Hm

Zurück

mit dabei:
Chris, Philipp und Bernhard


Aufstieg vom Prebersee
Weil für den Osten des Landes Schneefall angesagt war, war die Idee, der Sonne nachzureisen. Und da für den Westen der Republik sonniges Wetter angesagt war, hatten wir die Hoffnung, in meiner alten Heimat fündig zu werden. Bei anfangs sehr starkem, später dann leichtem Schneefall sind wir in die Krakau gefahren. Beim Prebersee haben wir bei -4,5 Grad eingeparkt und es hat immer noch leicht geschneit.

Aufstieg bei der Prodingerhütte
Mit der Hoffnung im Gepäck, dass es wenigstens für die spätere Abfahrt ein Wolkenfenster geben werde, haben wir direkt neben der Preberseestraße oberhalb der Ludlalm angeschnallt. Entlang der obligaten Route sind wir vorbei an der Prodingerhütte zur Waldgrenze angestiegen. Einen ungewohnten Anblick gibt es auf Höhe der Waldgrenze, weil östlich der Preberhalterhütte der sie ab dem nächsten Jahr ersetzende Neubau inzwischen aus dem Boden gewachsen ist.

Aufstieg im whiteout
Bei immer noch leichtem Schneefall ging es weiter hinauf in Richtung Roßböden. Kurzzeitig hat es so ausgesehen, als wollte sich unsere Hoffnung auf Sonnenschein erfüllen, aber schon wenig später sind wir endgültig in die Nebelsuppe eingetaucht. Im absoluten Whiteout haben wir den Anstieg fortgesetzt und uns auf ca. 2.300 m Seehöhe eine Trink- und Jausenpause gegönnt. Auch die Oberbekleidung haben wir dort etwas ergänzt, da es mit zunehmender Höhe merklich kälter geworden ist.

Die letzten Meter zum Gipfel
Dann ging es weiter hinauf zur Roßscharte und über den etwas steileren Aufschwung hinauf zum Vorgipfel. Dort haben wir in Erwartung eines frostigen Gipfelerlebnisses während des Zusammenwartens schon einmal die Oberbekleidung gewechselt und noch eine weitere Schicht darüber gepackt. Anschließend sind wir die letzten Höhenmeter zum Gipfel angestiegen. Mit der Jausenpause zuvor und der zehnminütigen Pause zum Umziehen am Vorgipfel haben wir den höchsten Punkt nach einer Aufstiegszeit von 2 Std 50 min erreicht.

Kalt, aber spaßig
Die leichte Brise in Kombination mit der feuchtkalten Luft hat uns sehr schnell mit einer Anraumschicht überzogen. Auch wenn wir es sehr lustig hatten, haben wir den Gipfelaufenthalt daher nicht allzu sehr in die Länge gezogen und sehr bald die Ausrüstung wieder auf den Abfahrtsmodus getrimmt.

Chris mit Anraum
Wegen der schlechten Sicht einerseits und wegen der in diesem Bereich immer unter dem Schnee verborgenen Felsbrocken andererseits haben wir den ersten Teil der Abfahrt bis zum Vorgipfel sehr bedächtig absolviert. Ohne nennenswerte Feindberührung sind wir dort auf das durchgehende Schneeband gestoßen und haben trotz der weiterhin miserablen Sicht Fahrt aufgenommen.

Abfahrt mit massiver Sichteinschränkung
Die Schneebeschaffenheit war genial. Der flockige Pulverschnee auf der kompakten Unterlage hat uns trotz der Sichtbeeinträchtigung talwärts jubeln lassen. Hätte sich jetzt auch noch der erhoffte Sonnenschein eingestellt, es wäre kitschig gewesen. Aber das hatten wir ja schon bei früheren Touren am Krakauer Hausberg. Diesmal waren wir jetzt wieder weit davon entfernt. Trotzdem haben wir die Höhe sehr lustvoll abgebaut.

Es staubt beim „Zirben RTL“
Als wir dann etwas unterhalb der Roßböden wieder halbwegs freie Sicht hatten, da war der Fahrgenuss bei gleichbleibend guter Schneekonsistenz dann gleich noch viel höher. Sehr flott sind wir daher auch noch bis zur präparierten Schiroute ab der Preberhalterhütte hinunter gebraust. Dort haben wir uns dann in den Skiweg hinein gestellt und uns talwärts treiben lassen.

Den Skiern zuliebe; Verzicht auf die letzten 100 Abfahrtsmeter
Je nach Zeitpunkt der letzten Wachsung ging es dann mehr oder weniger flott talwärts bis zum Gatter etwas oberhalb des Ausgangspunktes. Dort haben wir uns eingebremst und die Latten zum Zwecke der Schonung vor den vielen in der dünnen Schneeschicht verborgenen Steinen, die wir schon im Anstieg registriert hatten, die letzten Meter hinunter zur Preberseestraße getragen.

Lungauer Kasknödel in der Zwiebelsuppe
Nach dem Verstauen der Ausrüstung sind wir dann in der nach unserem Dafürhalten sehr gefälligen und gut gelungenen neu errichteten Ludlalm eingekehrt. Nicht nur der Kachelofen in der Gaststube, sondern - und das ist jetzt keine Frohbotschaft im Sinne des Heinrich, der das Suppenzeugs nicht so sehr gut heißt - die weltbesten Lungauer Kasknödel in der Zwiebelsuppe haben wieder Leben in unsere ausgekühlten Körper gebracht. Und die Suppe im XL Format hat zusammen mit dem flüssigen Brot aus dem nahen Murau auch genug Energie für die anschließende Heimfahrt, die wir lediglich zum Friedhofsbesuch und einem kurzen „Grüß Gott!“ bei der Krakauer Verwandtschaft unterbrochen haben, gebracht. Bei wieder stärker werdendem Schneefall vor allem im Bereich ab der Gleinalpe ging es wieder heimwärts nach Graz zum Schnee schaufeln.



Mehr Bilder zur Tour

Zurück







| Suchmaschinenoptimierung durch die Lorem Ipsum GmbH |