Lahngangkogel

am 20.01.2018

Lahngangkogel - Westgipfel (2x) 1.778 m , Ostgipfel (3x) 1.738 m - 1.460 Hm

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mit dabei:
Philipp und Bernhard


Aufstieg zum Lahngangkogel – Westgipfel
Nach den intensiven Schneefällen der letzten Woche in Verbindung mit stürmischem Wind waren höhere Tourenziele heute verpönt und daher ist unsere Wahl wieder einmal auf den Lahngangkogel gefallen. Und wir haben es dabei sehr gut getroffen. Bei leichtem Schneefall sind wir anfangs entlang der Skipiste gestartet. Die Stürme im Herbst haben in diesem Bereich massive Schäden im Baumbestand verursacht.

Sonne, Wolken und Schnee
Ab der Bergstation des Schlepplifts ging es dann entlang des überwechteten Forstweges in Richtung Osten und dann immer der Markierung nach weiter hinauf durch den Wintermärchenwald zum Westgipfel des Lahngangkogels. Diesen haben wir nach einer Aufstiegszeit von 1 Std 20 min erreicht. Gerade zur rechten Zeit waren wir oben als die Sonne durch die letzten Schneewolken durchgedrungen ist. Herrliche Lichteffekte im Sonne- Wolken Mix waren der Lohn für den flotten Aufstieg.

Übergang vom West– zum Ostgipfel
Nach einer kurzen Stärkung haben wir den Weg zum Ostgipfel fortgesetzt. Im Anschluss an das anfängliche Auf und Ab haben wir die Überschreitung später angesichts der mächtigen Überwechtung neben dem Weg zum Zwecke von unzähligen Fotostopps immer wieder unterbrochen.

Erste Abfahrt in die Flitzen
Am Ostgipfel angekommen haben wir schließlich das erste mal abgefellt und die pelzigen Aufstiegshilfen zum Zwecke der Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Klebefläche möglichst nahe an unseren Körpern unterhalb der Bekleidung untergebracht. Jetzt wurden Ski und Schuhe auf den Abfahrtsmodus umgerüstet, alle Luken abgedichtet und dann stand der ersten Abfahrt im mehr als knietiefen Pulver nichts mehr im Wege.

Erste Abfahrt in die Flitzen
Im „Kanada des Kleinen Mannes“, wie Bernhard es bezeichnet hat, hat es zwischen den einzeln stehenden Bäumen auf den unverspurten Flächen mehr als genug Platz für jeden einzelnen von uns gegeben, seine eigene Spur zu ziehen. Erst ganz am Schluss haben wir uns nach vorhandenen Abfahrtsspuren orientiert, die uns perfekt zu einer schon bestehenden Aufstiegspur hinauf zum Kaiblinggatterl geleitet haben. Danke an die Spurgeber!

Wiederanstieg zum Ostgipfel
In dieser sind wir nach dem Auffellen bei herrlichen Licht- Schatteneffekten zwischen den tief verschneiten Bäumen wieder angestiegen. Einzelne WUMM Geräusche, wie wir sie auch schon zuvor während der Abfahrt gehört hatten, haben uns dazu gemahnt, bei der weiteren Wahl der Abfahrtsrouten ebenso defensiv vorzugehen wie schon bisher. Auch weiter hinauf in Richtung Ostgipfel gab es eine gut befestigte Spur, der wir gerne gefolgt sind. 40 Minuten nach dem Beginn des Wiederanstiegs waren wir zum zweiten Mal am Ostgipfel und haben zuallererst die Felle wieder sorgsam und warm unter der Bekleidung verpackt.

Zweite Abfahrt in die Flitzen
Nach der Stärkung und dem erneuten Umrüsten für die Abfahrt haben wir uns etwas weiter südöstlich eine unverspurte Schneise gesucht und sind in etwa gleichzeitig mit den ersten Startern der Hahnenkammabfahrt in Kitzbühel wieder talwärts gebraust.

Zweite Abfahrt in die Flitzen
Abermals hat uns der aufstaubende Pulverschnee stellenweise die Luft zum Jubeln weggenommen. Aber darüber zu jammern, wäre jetzt doch etwas unverfroren ;-). Etwas weiter unten als beim ersten Mal haben wir in der Flitzen schließlich wieder abgeschwungen und die gut vorgewärmten Felle abermals aufgezogen.

Rückweg vom Ost- in Richtung Westgipfel
Jetzt sind wir abermals, wegen einiger Fotostopps weniger, noch flotter als beim ersten Mal wieder zum Ostgipfel angestiegen. Diesen haben wir trotz 20 Hm mehr schon nach weniger als 40 Minuten Aufstiegszeit wieder erreicht. Jetzt haben wir uns aber gleich weiter nach rechts gewendet und sind entlang der imposanten Wechten wieder in Richtung Westgipfel angestiegen.

Südseitige Zwischenabfahrt
Etwa 300 m vor dem höchsten Punkt hat uns eine noch vollkommen unverspurte Fläche in Richtung Süden dazu animiert, als Drüberstreuer auch hier noch einmal abzufahren. Wieder wurden die Felle in die „Wärmestube“ gepackt und mit gekühlter Brust haben wir - jetzt voll in der Sonne - noch einmal talwärts gejubelt.

Wiederanstieg zum Westgipfel
auch beim letzten Auffellen am flachen Boden, den wir als Ziel unserer Abfahrt anvisiert hatten, haben die warm gehaltenen Aufstiegshilfen ein weiteres Mal gut geklebt. Das sollten sie auch auf den anfänglich tief zu spurenden ersten Höhenmetern hinauf in Richtung Westgipfel. Später sind wir auf eine schon in der Früh ausgemachte bestehende Spur gestoßen und dieser - vorbei am markanten Gipfelkreuz - bis zum höchsten Punkt gefolgt.

Nordseitige Abfahrt in die Kaiserau
Dort durften die abgezogenen Felle jetzt endgültig Pause machen und wurden in die Rucksäcke verfrachtet. Ein letztes Mal haben wir uns noch gestärkt und dann die nordseitige Talabfahrt begonnen. Obwohl diese schon ziemlich zerfahren war, war im unverspurten Gelände am Rand trotzdem immer noch Platz für den einen oder anderen Genussschwung.

Nordseitige Abfahrt in die Kaiserau
Auch am Rand des breiten Schlages hinunter zum Hochsitz und im nächsten Schlag halblinks darunter war es noch sehr fein. Nach den eher vorsichtig zu befahrenden letzten Metern hinunter zur breit ausgeschoben Zufahrtsstraße zur Klinke Hütte, die im Winter als Rodelpiste dient, sind wir auf dieser talwärts gebraust und haben direkt neben dem Auto nach den abschließenden Schlittschuhschritten nach etwas mehr als 6 ½ Stunden am Berg wieder abgeschnallt.

Wiener Schnitzel
Dass Hunger mittlerweile groß war, hat uns aber nicht daran gehindert, zuerst vom Berg hinunter zu fahren und erst am Weg nach Hause einzukehren. Der Heinrich wird mit Freude vernehmen, dass es nach der Frittatensuppe wieder einmal ein knuspriges Schnitzerl war, welches die verbrannte Energie wieder zurückgebracht hat.



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