Gößeck

am 01.02.2018

Gößeck 2.217 m - 1.360 Hm

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mit dabei:
Andreas (Anderl)


Morgenhimmel am Ausgangspunkt beim Zeller
Die Tourenplanung für den heutigen Urlaubstag erforderte einen kurzen Anfahrtsweg und ein flottes Aufstiegstempo, da die Wetterprognose nur für den Vormittag vor den herannahenden Fronten ein Schönwetterfenster versprochen hatte. Den Ausgangspunkt beim Gehöft Zeller am Fuße des Bechlgrabens haben wir wegen der kurzen Anfahrtszeit knapp nach dem Untergang des Supervollmondes hinter dem Reitingstock bei herrlicher Morgenröte erreicht.

Aufstieg oberhalb der 1. Steilstufe
Anfangs haben wir die Skier entlang des geräumten Forstweges noch getragen. Auf halbem Weg hinauf zum Wasserschutzgebiet haben wir dann angeschnallt und mit der Sonne im Rücken dieses später linksseitig umgangen. Dann ging es weiter hinauf bis zum Gatter. Nach dem Übersteigen des Zaunes über die Leiter sind wir weiter hinauf zur ersten, der holzigen Steilstufe.

Aufstieg im flachen Bereich unterhalb der 2. Steilstufe
Der Schnee war in diesem Bereich vor allem neben den Aufstiegs- und Abfahrtspuren noch so griffig, dass wir auf die Montage der Harscheisen verzichten konnten. Das war aber nach dem kurzen flachen Bereich unterhalb der 2. Steilstufe kein Thema mehr. Die kurze Trinkpause haben wir dazu genutzt, die metallenen Aufstiegshilfen zu montieren.

Aufstieg in der 2. Steilstufe (links umgehend)
Und schon in der nächsten Passage haben diese sich als höchst notwendig erwiesen. Beim linksseitigen Umgehen der 2. Steilstufe war der Schnee zwar größtenteils griffig, aber einige sehr harte Harschflächen, teilweise mit brüchigem Triebschnee darauf, waren so jedenfalls viel sicherer zu begehen.

3. Steilstufe
Dasselbe Bild hat sich auch in der 2. Steilstufe wiederholt. Zur Sicherheit haben wir einige sehr kurze Kehren zwischen den letzten kleinen Bäumen und Stauden hinauf gezirkelt. Nach der Stufe ging es ein kurzes Stück abwärts, aber gleich danach in einer etwas ausgesetzten, harten Querung weiter hinauf in Richtung 4. Steilstufe.

Grenzwertige Querung in der 4. Steilstufe
Und die hat dann nach einigen harten Kehren im unteren Bereich bei der abschließenden langen Querung des Hanges ziemlich weit oben all unsere Aufmerksamkeit und Anstrengung gefordert. Der pickelharte Untergrund in Verbindung mit der dortigen Steilheit hat jeden Schritt trotz der montierten Harscheisen zum Balanceakt werden lassen.

Am Gipfel nach 3 ¼ Stunden
Nach diesem ziemlich grenzwertigen Abschnitt ging es, weil wir aus Gründen der Sicherheit möglichst hoch oben gequert hatten, abermals kurz bergab. Dann aber ging es gemütlicher weiter im letzten, eher flachen Teil des Bechlgrabens weiter hinauf in Richtung Wildfeld. Schließlich sind wir nach rechts hinauf über den ebenso nicht mehr so steilen Gipfelhang zum höchsten Punkt angestiegen und haben den Gipfel des Gößecks nach 3 ¼ Stunden Aufstiegszeit erreicht.

Eisenerzer Reichenstein (li) und Ebenstein
Den Gipfelaufenthalt haben wir dann nicht nur zum Umziehen, Jausnen und Umrüsten für die Abfahrt, sondern vor allem zum in die Ferne schauen genutzt. Dieser so isoliert dastehende Aussichtspunkt bietet einen perfekten Rundumblick in die heimische Bergwelt. Und da gibt es sehr viele Gipfel, die wir in letzter oder auch in schon weiter zurückliegender Zeit bestiegen haben.

Abfahrt über die Gipfelflanke in den Bechlgraben
Die Wolkendecke hat sich zu diesem Zeitpunkt – exakt nach Prognose – wieder gelichtet. Und obwohl dieser kurze Moment zum Auffirnen noch zu wenig war, haben wir die ausgezeichnete Sicht genutzt, um entlang des Aufstiegsweges wieder abzufahren. Den Gipfelhang haben wir trotz der harten Unterlage in direkterer Linie in Angriff genommen als im Aufstieg. Zur Sicherheit haben wir auf dem klapprigem Untergrund aber unsere Bindungen fixiert, wollten wir doch nicht einem durch eine aufgeschlagene Bindung in die Tiefe entfleuchten Ski nachschauen.

Einfahrt in die 4. Steilstufe
Einige Passagen hinunter in den oberen Bechlgraben und auch noch in diesem waren wegen der dortigen Triebschneeflächen sehr gut zu fahren. Bei blauem Himmel ging es dann wieder sehr steil hinein in die 4. Steilstufe. In der Abfahrt war dieser Bereich aber viel unproblematischer als der knifflige Anstieg. Nach dieser Steilpassage haben wir die Fixierung der Bindungen auch wieder gelöst.

Abfahrt entlang der 2. Steilstufe
Auch die folgenden beiden Steilstufen hinunter bis zur Flachpassage waren sehr gut fahrbar. Danach aber galt es nur mehr, die schweißtreibend erarbeitete Höhe möglichst ökonomisch wieder abzubauen, ohne sich dabei weh zu tun. Der verspurte, hart gefrorene Korridor in der holzigen 1. Steilstufe hat an unserer Standfestigkeit gerüttelt. Mehrfach war der Bremsschwung in die Garage das probateste Mittel und wir erheben für diesen Teil der Abfahrt jedenfalls keinen Anspruch auf einen Schönheitspreis.

Zurück am Ausgangspunkt
Der Wald nach dem Ausstieg aus dem Gatter war etwas besser zu fahren, der Grabengrund hinunter zum Wasserschutzgebiet wieder weniger. Nachdem wir auch dieses wieder seitlich umfahren hatten, sind wir noch ein Stück entlang des Weges abgefahren und haben dort, wo wir in der Früh angeschnallt hatten, wieder abgeschnallt. Ohne unseren Skiern eine einzige Schramme zugefügt zu haben, haben wir diese dann wieder bis zum Ausgangspunkt beim Zeller geschultert zurückgetragen.

Schnitzel
Nach dem Verstauen der Ausrüstung im Kofferraum haben wir uns sehr durstig und hungrig auf die Suche nach einer Einkehrstätte gemacht. Wegen Ruhetagen, Urlauben und renovierungsbedingter Sperren sind wir nach dem Beginn der Suche in Traboch mit mehreren Zwischenstationen in Kammern gelandet. Und der Heinrich wird sich freuen, dass das georderte Schnitzel ebenso gut geschmeckt hat wie der frische Salat und erst recht das malzige Gebräu aus Eisenerz.



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