G. Schober

am 12.02.2018

G. Schober - 1.895 m - 1.300 Hm (mit Wiederanstieg)

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mit dabei:
Chris


Faschingsnarren am Berg
Eine Skitour mit Chris am Faschingsdienstag zum Auslüften unserer Faschingsnasen ist mittlerweile schon eine lieb gewordene Tradition. Weil der Sohnemann dieses Jahr aber arbeiten muss, haben wir unsere Faschingstour auf den Damisch - Montag vorverlegt.

Aufstieg zur Schwarzbeeralm
Hochwinterlich hat der Tag begonnen. Bei dichtem Schneefall schon ab Graz haben wir erst während der Anfahrt das Tourenziel und den Ausgangspunkt festgelegt. Beim Freizeitzentrum in Wald am Schoberpass haben wir eingeparkt und sind entlang der ersten Wegkehren in Richtung Schwarzbeeralm angestiegen. Später sind wir einer unter der Neuschneedecke gut sichtbaren Spur durch den Hohlweg gefolgt.

Aufstieg oberhalb der Schwarzbeeralm
Auf der Alm haben wir uns schließlich eine kurze Trinkpause gegönnt und sind dann weiter in Richtung Kl. Schober angestiegen. Die Schneemengen links und rechts der Spur waren auch im dichten Wald sehr beeindruckend.

Aufstieg nordöstlich vorbei am Kl. Schober
Schließlich sind wir unterhalb vom Kl. Schober vorbei bis zur Einsattelung zwischen dem Kl. und dem G. Schober, wo der Schneepegel der ZAMG positioniert ist, angestiegen. Die Altschneedecke war gut gesetzt und die Neuschneeauflage darüber in überschaubarer Höhe bzw. ohne Windeinfluss gefallen. Bei nicht so optimalen Verhältnissen sind wir dort auch schon im Auf- und Abstieg jedes Mal über den Kl. Schober oben drüber gegangen.

Chris am G. Schober
Schließlich haben wir noch über den Schlusshang hinauf gespurt und den Gipfel zum ersten Mal an diesem Tag nach insgesamt 2 Std 40 min Aufstiegszeit erreicht. Jetzt wurden gleich einmal unsere Faschingsnasen aufgesetzt und die Dokumentarfotos geschossen. Ganz sicher sind wir uns mittlerweile nicht mehr, dass man uns unter unserer Verkleidung nicht vielleicht doch erkennt. Aber es war ja außer uns sowieso weit und breit niemand unterwegs, dem wir unsere wahre Identität hätten offenlegen können ;-).

Zwischenabfahrt nach SW
Nach einer kurzen Stärkung haben wir unsere Ausrüstung auf Abfahrtsbetrieb umgestellt und sind anfangs in Richtung Leckenkoppe und danach nach links hinunter abgefahren. Die pulvrige Neuschneeauflage wäre perfekt gewesen, der krustelige Untergrund an dieser sonnenausgesetzten Exposition hat aber das Abfahrtsvergnügen etwas verleidet.

Wiederanstieg zum G. Schober
Nach etwa 250 Hm Abfahrt haben wir daher vorzeitig eine Schrägfahrt nach rechts bis hin zu einem Punkt, an dem wir die zugeschneite Aufstiegsspur gequert haben, eingelegt. Dort haben wir die Felle wieder aufgezogen und sind in einer Spitzkehrenorgie mit dem anschließenden langen Rückweg zum rechts vorgelagerten Gipfel in einer ¾ Stunde wieder angestiegen. Während der letzten Meter hin zum Gipfel hat sich die Sonne leicht durch die Wolkendecke durchgekämpft. Dies hat kurzzeitig die Hoffnung genährt, dass wir vielleicht bei Sonnenschein zurück zum Schoberpass abfahren könnten.

Zum 2. Mal am Gipfel
Diese Hoffnung war bald wieder hinter dem Wolkenvorhang versteckt. Die Sicht war aber bei der Abfahrt über den etwas steileren Hang hinunter in den Sattel zwischen dem Kl. und dem Gr. Schober trotzdem ganz passabel. Auch über dem Kl. Schober hat sich in der Folge während unserer ostseitigen Vorbeifahrt die Sonne wieder kurz gezeigt.

Abfahrt zur Schwarzbeeralm
In der langen Schneise hinunter zur Schwarzbeeralm war die Sicht jedenfalls zweitrangig. Der frische Pulverschnee und auch die noch pulvrige Altschneedecke darunter waren eine perfekte Unterlage für das lustvolle Abbauen der zuvor schweißtreibend erarbeiteten Höhe.

Abfahrt von der Schwarzbeeralm
Auch auf der Alm hat uns noch einmal kurz die Sonne durch die Wolkendecke zugelacht. Danach ging es weiter abwärts durch den lichten Wald bis zur verfallenen Jagdhütte. Ab da haben wir uns dann in den Forstweg hinein gestellt und uns talwärts treiben lassen – zumindest ich.

Mit Wachs ginge es flotter
Weil Agrarökonomen bei der Anlage von Forstwegen von anderen Maximen getrieben werden als vom Abfahrtsgenuss möglicher Skitourengeher, die diese Wege später auch benützen und weil die Skier von Chris und das Wachsbügeleisen sich schon sehr lange nicht mehr begegnet waren, hat sich das Abfahrtsvergnügen beim Sohnemann in Schranken gehalten.

Gebackenes und Gebratenes vom Schwein
Mit zunehmender Steilheit des Weges ist er aber gegen Schluss der Abfahrt dann auch noch ins Fahren gekommen. Bei immer noch leichtem Schneefall haben wir schließlich direkt neben dem Kofferraum wieder abgeschwungen. Nach dem Verstauen der Ausrüstung ging es dann zur Einkehr. Der Heinrich kann sich darüber freuen, dass wieder einmal Gebackenes oder Gebratenes vom Schwein, chacun à son gout, unseren Hunger gestillt hat. Und weil hinter uns an der Theke sich zwei Einheimische sehr laut unterhalten haben, wissen wir nun auch, dass der Tag der Führerscheinabnahme der einen durstigen Seele mit 3,08 Promille Alkohol im Blut sich übermorgen zum 8. Mal jährt. Beruhigend zu wissen, dass er seither zu Fuß unterwegs ist.



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