Tockneralm

am 23.02.2018

Tockneralm 2.304 m - 1.050 Hm

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Frühes Anschnallen vor der Haustüre
Wegen eines sehr engen Zeitkorsetts waren in den heurigen Semesterferien nur 1 ½ Tage Kurzaufenthalt in der Krakau möglich. Das ist insofern schade, als die heurige Schneelage in der Heimat so sensationell gut ist wie schon Jahre nicht mehr. In dieser kurzen Zeit war aber neben dem Pistenskilauf auch noch eine Tour unterzubringen. Das war aber nur frühmorgens möglich und deshalb kein Problem, weil das Aufstehen nicht wirklich schwer gefallen ist. Dies ist aber nicht der präsenilen Bettflucht geschuldet, die mich zum Glück noch immer nicht ereilt hat, sondern war bei den nächtlichen olympischen Bewerben der Vortage schon zur Gewohnheit geworden.

Immer dem Lichtkegel nach
Um 5.10 Uhr bin ich bei - 7 Grad mit der Stirnlampe am Kopf gestartet. In der gewohnt direkten Linie ging es hinauf zur Skilift Bergstation und von da weiter flach hinüber in den Stiller Berg. Der Hohlweg ist zwar in diesem Jahr auch gut zugeschneit, einige umgestürzte Bäume müssen aber umgangen oder überstiegen werden.

Morgendämmerung auf Höhe der Waldgrenze
Am Fixl Weg ging es weiter aufwärts. Ab der Fixl Hütte war dann etwas mehr Spurarbeit gefragt, für die ich mich dann auf Höhe der Waldgrenze mit einer Trinkpause belohnt habe. Inzwischen war es bereits so hell, dass ich für den weiteren Anstieg die Stirnlampe ausknipsen konnte.

Tiefblick in die Krakau vom Niederfeld
Auf dem harten Harschdeckel mit der Neuschneeauflage darüber habe ich eine gerade Spur in Richtung Niederfeld gezogen. Auf halbem Weg dahin habe ich wegen der vielen Rutschphasen aber beschlossen, auf Spitzkehren weiterhin zu verzichten, mir aber für den Rest des Anstiegs eine Erleichterung zu verschaffen, und habe daher die Harscheisen montiert.

Die letzten Meter zum Gipfel
Mit deren Unterstützung ging es dann flott weiter. Und wegen des flotten Gehtempos ist es mir trotz der mittlerweile in den zweistelligen Minusbereich gesunkenen Temperatur auch nicht kalt geworden. Nach 2 Std 13 min Aufstiegszeit war ich trotz der beiden Pausen zum Trinken und Harscheisen montieren und einiger Fotoexperimente, deren Ergebnisse es nicht wert sind, hier präsentiert zu werden, beim großen Gipfelkreuz am Hochfeld.

Abwärts!
Da sich die Wolkenuntergrenze gerade einmal in Gipfelhöhe eingependelt hatte, gab es keine Fernsicht und daher auch keinen Grund für einen längeren Gipfelaufenthalt als für das Umrüsten für die Abfahrt benötigt wurde.

Abfahrt unterhalb der Waldgrenze
Danach ging es entlang der Aufstiegsspur wieder abwärts. Vom ersten Meter an war der pulvrige Neu- und Triebschnee auf dem harten Harschdeckel gut fahrbar. Ausgesprochen gut waren die Schneeverhältnisse vom Niederfeld bis hinunter zur Waldgrenze. Auch der etwas flachere Bereich im lockeren Baumbestand darunter war noch ganz gut.

Fixl Hütte
Aber dann war bis hinunter zur Fixl Hütte die Balance gefragt. Die Neuschneeauflage wäre zwar sehr fein gewesen, war aber zu dünn um den brüchigen Harschdeckel darunter auch wirklich halbwegs fahrbar zu machen. Ab der Fixl Hütte war dann aber wieder flottes Abfahren am kompakten Forstweg angesagt.

FIS Hang mit Starthaus
Auch den Abschnitt im Hohlweg mit dem anschließenden Flachbereich hinüber zur Skilift Bergstation habe ich flott absolviert. Über den frisch präparierten Krakauer FIS Hang, auf dem an den beiden darauffolgenden Tagen die Elite der nicht bei Olympia engagierten Skidamen ihre beiden Slaloms gefahren sind (Siegerin 2 mal Carmen Thalmann), bin ich dann bis zur Mittelstation hinunter gecarvt und habe nach der finalen Abfahrt durchs Gelände ziemlich exakt 3 Stunden nach dem frühen Aufbruch vor der Haustüre abgeschwungen.

Frühstücksei
Es war genau der richtige Zeitpunkt, mich am Familienfrühstück zu beteiligen. Für den Heinrich gibt es daher nur ein kärgliches Fotodokument vom Frühstücksei. Danach war dann noch genug Zeit zum Wechseln der Bekleidung und der Ausrüstung für den Pistenskilauf. Und mehr als rechtzeitig für das Abschlussrennen unserer beiden jüngsten Enkelkinder nach einer Woche Skikurs waren wir zum Daumendrücken am Pistenrand. Mit rasanter Riesentorlauftechnik haben uns die beiden demonstriert, was ihnen die Tante und die Cousine unserer besten österreichischen Teilnehmerin in der Olympia – Abfahrt und in der Kombination, Ramona Siebenhofer, in den letzten 5 Tagen alles beigebracht hatten.



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