Koralpe

am 01.12.2018

Gr. Speikkogel 2.140 m, Steinschneider 2.070 m (3x) - 1.020 Hm

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Koralpe im Frühwinter (oder besser Spätherbst)
Manchmal ist der Bewegungsdrang und die Vorfreude auf die neue Tourensaison größer als das Ausmaß der für die Ausübung dieses Sports grundsätzlich erforderlichen rutschbaren Unterlage. Aber trotzdem ist es eine passable Skitour geworden. Mein angeschnallter "Barney" (Geröllheimer) hat sich jedenfalls sehr über seinen bestimmungsgemäßen Einsatz gefreut. Aber der Reihe nach!
Schneelage bei der Hipfllift Bergstation
Knapp nach ½ 8 Uhr habe ich bei Windstille – einem seltenen Wetterphänomen in dieser Umgebung – meine neuen Tourenschuhe zum ersten Mal in die Bindung eingeklickt und meinen Aufstieg entlang der Hipflpiste begonnen. Anfangs waren die langen ausgetrockneten Stängel jedenfalls höher als die dünne, grundlose Pulverschneedecke, auf Höhe der Bergstation war dann Weiterwandern auf aperem Boden und gefrorenen Kuhfladen angesagt.

Zum 1. Mal am Steinschneider
Weiter hinauf zum Steinschneider hat sich dann der verblasene Schnee unmittelbar neben den Verwehungszäunen wiedergefunden. Zumindest in diesem Bereich war jedenfalls eine gesicherte Unterlage für eine Abfahrt gegeben. Nach 55 Minuten Anstieg habe ich zum ersten Mal den Sender am Steinschneider passiert und bin das kurze Stück zur Kehre der Zufahrtsstraße für die Radarstation abgefahren.

Gr.Speikkogel 2.140 m
Auch diese hatte wider Erwarten keine durchgehende Schneedecke, für die spätere Abfahrt - zumindest bis hierher - sollte es aber ausreichen. Nach einer weiteren Aufstiegszeit von 20 Minuten, insgesamt 1 Std 20 min, war ich am höchsten Punkt der Tour, dem Gr. Speikkogel. Die für den Aufstieg gewählte Kopfbedeckung ist eine Hommage an „meinen“ FC Porto (ich bin dort seit 10 Jahren Mitglied), der - neben der Tabellenführung in der heimischem Liga - schon eine Runde vor Ende der Gruppenphase in der diesjährigen Champions League als Gruppensieger feststeht. Das garantiert neben dem Gruppenspiel auf Schalke im September eine weitere interessante Reise zum Auswärtsspiel im Achtelfinale im nächsten Jahr.

Abfahrt vom Gr. Speikkogel
Ein paar Meter darunter, im jetzt verkleinerten und von der anderen Seite zu begehenden Winterraum der Radarstation, habe ich mich dann umgezogen, gejausnet, für die Abfahrt umgerüstet und die Vereinshaube gegen den Helm getauscht. Dann ging es entlang des stellenweise etwas schmalen Schneebandes auch schon wieder abwärts. Meinen ursprünglichen Plan, vorbei am Koralm Schutzhaus ins Skigebiet abzufahren, habe ich nach dem Befragen von einigen aufsteigenden Tourenkollegen betreffend die Schneelage auf dieser Route gleich wieder verworfen. So bin ich ab der Kehre wieder zum Steinschneider hinauf gestaffelt und habe den Sender zum zweiten Mal an diesem Tage passiert.

Abfahrt mit kleinen Nebengeräuschen
Dann bin ich auf der größtenteils tragfähigen Wechte entlang des Verwehungszauns erstmals so richtig ins Fahren gekommen. Recht flott habe ich in diesem Bereich die Höhe wieder abgebaut und am untersten Ende des Zauns kurz überlegt, hier wieder aufzufellen. Aber dann habe ich mich meiner angeschnallten Barneys erinnert und bin nach dem Motto „Ohren zu und durch!“ losgefahren. Abgesehen von einigen kleinen Nebengeräuschen war dies auch hier ganz passables Skifahren. Lediglich ganz unten ist das Fahrgeräusch etwas lauter geworden und ich habe mir daher die allerletzte Geländekante geschenkt und gleich oberhalb abgeschwungen.

Wiederanstieg zum Steinschneider
Die Felle sind wieder auf die mittlerweile leicht ramponierten Laufflächen platziert worden und dann ging es entlang der Abfahrtslinie abermals aufwärts. Am langgezogenen Rücken hinauf zum Steinschneider habe ich wegen der geringen Schneelage eine Fettpresse gefunden. Die dürfte wohl in der letzten Saison von einem Pistengerät verloren worden sein. Ich habe sie am Zaun aufgehängt und sie wartet dort auf ihre Abholung.

The winter has landed! – Really?
55 Minuten nach Beginn des Wiederanstiegs war ich zum dritten Mal an diesem Tag am Steinschneider. Angesichts der im unteren Bereich der Abfahrt zu erwartenden Nebengeräusche hat der Gipfel schon eine besondere Botschaft für meine Barneys in seinem Namen. Zuvor galt es aber noch die Felle abzuziehen und für die Abfahrt umzurüsten.

2. Abfahrt vom Steinschneider
Dann bin ich in derselben Linie wie beim ersten Mal, diesmal bei etwas mehr - so auch nicht erwarteten - Sonnenschein abgefahren. Auch im Pistenbereich haben sich die unvermeidlichen Nebengeräusche im Rahmen gehalten. Lediglich in der beim ersten Mal ausgesparten letzten Geländestufe ist es noch einmal laut geworden.

Hausmannskost
Knapp nach ½ 12 Uhr habe ich am Ausgangspunkt abgeschwungen und die Ausrüstung im Auto verstaut. Dann habe ich auch schon die Heimfahrt angetreten. „Und der Heinrich?“, wird sich der geübte Leser meiner Tourengeschichten jetzt fragen. Da kann ich gleich einmal beruhigende Signale aussenden. Dem Heinrich wünsche ich vorweg auch auf diesem Weg noch einmal alles Gute für den am 1. November begonnenen neuen Lebensabschnitt. Und weil ich weiß, dass er sich neben seinem Lieblingswirt in St. Pankratzen vor allem in der heimischen Küche am liebsten verköstigen lässt, so kann ich diesmal auch mit Hausmannskost aufwarten. Das Rindfleisch mit Röstkartoffeln und Schnittlauchsauce, das mir von Brigitte gleich nach meiner Heimkehr serviert worden ist, war es jedenfalls wert, den Hunger noch ein bisschen aufgespart zu haben.

1.Advent
Abschließend wünsche ich allen Besuchern meines Weblogs mit der ersten Kerze auf unserem Adventkranz eine schöne Adventzeit.



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