Hohe Veitsch

am 21.12.2018

Hohe Veitsch 1.981 m - 1.260 Hm (mit Wiederanstieg)

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mit dabei:
Philipp

Aufstieg entlang der markierten Route
Am letzten Arbeitstag vor Weihnachten haben sowohl Philipp als auch ich uns einen Urlaubstag gegönnt. Philipp hatte am Vortag seine Weihnachtsfeier und auch mir hat das Ausdampfen nach vielen kulinarischen Sünden der letzten Zeit jedenfalls gut getan. Eine Stunde später als gewohnt sind wir daher auch erst beim Scheikl auf der Brunnalm gestartet. Und war bei den vergangenen Touren auf die Veitsch die Schneelage meist dürftig und der Aufstieg daher nur über die Skipiste möglich, so gab es diesmal ausreichend Schnee für den Aufstieg entlang der markierten Route westlich vom Schlepplift.

Blick zurück über das Nebelmeer
Ab dessen Bergstation waren wir dann wieder auf dem gewohnten Weg unterwegs und haben rasch an Höhe gewonnen. Etwas oberhalb der Baumgrenze haben wir kurz pausiert und des sicheren Standes wegen die Harscheisen montiert. Mit weniger Rutschern als zuvor ging es dann weiter hinauf auf die Hochfläche. Eine frische Brise hat diesen Teil des Anstiegs und den weiteren Weg hinauf zum Gipfel begleitet. Die Sonne hat durch die dünne Hochbewölkung durchgeleuchtet und am Horizont herrliche Farbstimmungen erzeugt.

Die letzten Meter zum Gipfel
Nach einer Aufstiegszeit von 1 Std 50 min haben wir zum ersten Mal am Gipfelkreuz angeschlagen. Der Blick über die ziemlich abgeblasene Hochfläche nach Osten hat uns dazu bewogen, den weiteren Tourenverlauf umzuplanen. Wollten wir nämlich ursprünglich über die Rodel nach Norden abfahren um von dort wieder anzusteigen, so haben wir jetzt beschlossen, über die Schallerrinne nach Süden abzufahren und von da noch einmal aufzusteigen.

Abfahrt in Richtung Graf Meran Haus
Nach einer kurzen Stärkung und dem Umrüsten für die Abfahrt ging es erst einmal entlang des Aufstiegsweges zurück über die Hochfläche. Der Harschdeckel war von Beginn an tragfähig, die Triebschneeauflage darüber hat das Fahrvergnügen noch gesteigert. Und auch in der mittleren Schallerrinne (2. Rinne nach Kurt Schall), durch die wir anschließend abgefahren sind, war es genauso.

Wiederanstieg mit Blick zu den beiden befahrenen Rinnen
Jeden einzelnen Schwung haben wir genossen und uns erst auf Höhe der Baumgrenze unmittelbar neben der Aufstiegsspur wieder eingebremst. Dort haben wir dann die Felle wieder aufgezogen, die Harscheisen montiert und den zweiten Anstieg in Angriff genommen. In derselben Linie wie beim ersten Mal ging es anschließend in knapp über einer ¾ Stunde abermals hinauf zum höchsten Punkt beim großen Gipfelkreuz.

Gottfried Heinzel (1937 – 2018), Bergsteiegergeschichten
Während der beiden Aufstiege habe ich sehr viel an den am 27. September verstorbenen Gottfried Heinzel gedacht. Er war mein Katechet, als Priester hat er uns getraut, unsere Kinder und Enkelkinder getauft und viele Familienfeiern begleitet. In den heimischen Bergen habe ich als Jugendlicher so manches Abenteuer mit ihm erlebt. Und nach der Matura sind wir mit ihm genau auf dieser Route bei unserer 2 ½ tägigen Wallfahrt von Graz nach Mariazell von der Brunnalm auf die Hohe Veitsch aufgestiegen. Er selbst ist bei seinen 274 Fußwallfahrten zur Magna Mater Austriae unzählige Male diesen Weg gegangen. Als Adventliteratur habe ich mir heuer seine in unverwechselbarer Sprache verfassten Bücher bereit gelegt. Ich lese derzeit mit großer Freude wieder einmal darin und finde die eine oder andere gemeinsam erlebte Bergbegebenheit dort aufgeschrieben.

Windiger 2. Gipfelaufenthalt
Der Wind hatte mittlerweile noch etwas zugelegt und daher ist auch der zweite Gipfelaufenthalt eher kurz geraten. Die Zeit für das Umrüsten und eine kleine Stärkung haben wir uns aber jedenfalls gegönnt. Dann sind wir wieder abgefahren. Diesmal sind wir allerdings entlang eines durchgehenden Schneebandes ganz an den Rand der Hochfläche in Richtung Westen gefahren. Knapp vor den dortigen Abstürzen sind wir dann in die 3. Schallerrinne (ebenso nach der von Kurt Schall aufgestellten Zählung) eingefahren.

Abfahrt zur Schalleralm
Auch hier war die fahrbare Unterlage ausgezeichnet und das Fahrvergnügen daher entsprechend groß. Ab der Vereinigung der beiden Rinnen sind wir diesmal allerdings weiter in Richtung Schalleralm abgefahren. Erst knapp oberhalb der Schlepplift – Bergstation sind wir nach links aus der Rinne hinaus gequert.

Knuspriges Wienerschnitzel
Von dieser abwärts bis zum Ausgangspunkt der Tour war dann flottes Pistencarven angesagt bevor wir auf Höhe der Nebel Oberkante direkt neben dem Auto am Parkplatz vor dem Gasthaus wieder abgeschnallt haben. Dort sind wir dann auch gleich eingekehrt. Und ich sehe die Freude meines Freundes Heinrich vor mir, wenn er hier lesen wird, dass ein besonders knuspriges Schnitzel mit einem frischen Salat uns die auf der Tour verbrannte Energie wieder zurück gebracht hat.

„Christoph“, weihnachtlich geschmückt
Abschließend wünsche ich allen Besuchern meines weblogs mit einem Bild unseres „Christoph“ ein Frohes Weihnachtsfest. Es ist dies der mittlerweile „erwachsene“ Lebensbegleiter unseres Sohnes, der ihm von seiner Taufpatin vor mehr als drei Jahrzehnten geschenkt worden ist. Das damals noch kleine Bäumchen ist vor unserem Haus zu einer stattlichen Tanne emporgewachsen. Das weihnachtliche Schmücken ist mittlerweile trotz Zuhilfenahme der längsten Leiter aus der Umgebung und einer langen Teleskopstange jedes Mal eine fordernde Kletterpartie. Die leuchtenden Augen vieler (kleiner und großer) Kinder aus der Umgebung rechtfertigen diese Mühe aber allemal. Danke auch an alle Familienmitglieder und an Hans Jörg für die Unterstützung beim Aufputz und beim Abräumen zu Maria Lichtmess.



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