Zirbitzkogel

am 28.12.2018

Zirbitzkogel 2.396 m - 1.110 Hm

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Aufbruch bei der Rieser Talstation
Am heutigen Vormittag war mir nach der (übermäßigen) Nahrungszufuhr zu den Feiertagen nach einer Bewegungseinheit an der frischen Luft. Wohl wissend, dass die Schneelage am Zirbitzkogel im Augenblick nicht berauschend ist, habe ich mir diesen als Ziel für die geplante Vormittagstour gewählt. Dass die Wiesen in St. Wolfgang sich dann aber auch noch in grün präsentiert haben, hat mich doch etwas erstaunt. Der Parkplatz bei der Talstation des Rieserliftes war aber zumindest schon einmal vereist.

Zirbenkapelle bei der Sabathyhütte
Und entlang der Piste gab es dann eine dünne, niederpräparierte Schneeauflage. Auch der weitere Weg hinauf zur Sabathyhütte hat mit einem durchgehenden Schneeband aufgewartet. Wenige Meter nach der Querung der dortigen Zufahrtsstraße habe ich den Aufstieg für eine kurze Morgenandacht vor der Zirbenkapelle unterbrochen.

Triste Schneelage knapp vor dem Lindersee
Danach ging es hinauf entlang des glasigen Weges zur Linderhütte und weiter in der gut ausgetretenen Aufstiegsspur zur Baumgrenze. Oberhalb dieser war die Schneelage noch überschaubarer. Es gab aber zumindest ein durchgehendes Schneeband hinauf zum zugefrorenen Lindersee, der ob der geringen Schneehöhe heuer auch als solcher eindeutig erkenntlich ist.

Skitour oder Wandertag?
Dort hat dann der kühle Wind aus der Gegenrichtung ordentlich aufgefrischt. Deshalb habe ich mir eine Pause gegönnt, getrunken und die Oberbekleidung ergänzt. Eigentlich wollte ich für den steileren Schlussanstieg auch die Harscheisen montieren, habe dies dann aber vergessen. Später hat sich – abgesehen von kleinen Rutschern auf einzelnen Eisflecken bzw. Triebschneeansammlungen – herausgestellt, dass dies auch nicht nötig gewesen war.

Noch weniger Schnee im Bereich rund um das Schutzhaus
Der vorhandene Schnee war nämlich griffig und die Harscheisen wären beim mehrfachen Übersteigen von herausragenden Steinen wohl eher hinderlich gewesen. Ich kann mich nicht erinnern - außer bei einer Weitwanderung von Graz in die Krakau mit Chris Anfang September 2010 - jemals weniger Schnee am Zirbitz gehabt zu haben. Damals haben wir einen aperen Weg zwischen den Schneeflecken gesucht, diesmal habe ich mich umgekehrt nach einem möglichst durchgehenden Schneeband für die Abfahrt schon während des Anstiegs umgeschaut.

Tiefblick vom Zirbitzkogel ins Aichfeld
Auch der Bereich unterhalb des Schutzhauses ist nicht mit viel Schnee gesegnet. Mit Fellen über Geröll zu gehen, ist aber kein Problem. Und für die Abfahrt in diesem Bereich hat mich eine alternative Möglichkeit etwas weiter rechts angelacht. Nach ziemlich genau 2 ½ Stunden Aufstiegszeit (mit Pause) war ich am sehr windigen Gipfel.

Begin der Abfahrt (Blickrichtung N, re. das Scharfe Eck)
Die kurz gehaltene Gipfelrast habe ich dann wenige Meter weiter unten im Windschatten des Marterls, bei dem an die gefallenen ÖTK Mitglieder beider Weltkriege gedacht wird, verbracht. Viel mehr Zeit, als ich für das Umrüsten auf den Abfahrtsmodus gebraucht habe, habe ich mir aber nicht gegönnt. Dann habe ich die Skier noch bis auf Höhe des Schutzhauses hinunter getragen und dort angeschnallt.

Suche nach einem durchgehenden Schneeband bei der Abfahrt zum Lindersee
Geich nach wenigen Metern am Weg zur alternativen Abfahrtslinie ist mir der vermeintlich dort vorhandene Schnee auch schon wieder ausgegangen und ich wurde etwas unsanft eingebremst. Da war ich froh, vorausschauend meine „Barneys“ (siehe Tour v. 1.12. auf die Koralpe) angeschnallt zu haben. Weil diese seit der Eröffnungstour den Belagstift nur aus der Entfernung gesehen haben, war es in der Folge egal, den einen oder anderen Stein gefunden zu haben ohne diesen zu suchen.

Gut gestreute Zufahrt zur Sabathyhütte
Abschnallen war daher bei der Abfahrt hinunter zum Lindersee ebenso nicht angezeigt wie auch im weiteren Verlauf der Tour. Ziemlich flott habe ich so die zuvor erarbeitete Höhe wieder abgebaut und mich erst bei der Querung der gut gestreuten Zufahrtsstraße zur Sabathyhütte wieder eingebremst. Aber auch dort haben die „Barneys“ unter mir den bestimmungsgemäßen Einsatz eingefordert und sind daher an den Schuhen geblieben.

Gek. Rindfleisch
Abgeschnallt habe ich dann erst direkt neben dem Auto am vereisten Parkplatz. Nach dem Verstauen der Ausrüstung habe ich mich gleich auf den Heimweg gemacht und etwas nach Mittag bin ich schon im heimischen Patschenkino gesessen und habe mir noch einige Läufer bei der spektakulären Herren Weltcup Abfahrt in Bormio angeschaut. Erst danach – und da danke ich auch dem Heinrich für die Geduld bis dahin ;-) – gab es die Labung in Form eines Suppentopfs und gekochtem Rindfleisch mit Röstkartoffeln und Schnittlauchsauce. Köstlich!



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