Grabnerspitze (2x)

am 19.01.2019

Grabnerspitze 1.795 m - 1.430 Hm

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mit dabei:
Chris, Philipp, Andreas (Anderl) und Keano


Frostiger Tourenstart im Gößgraben
Philipp ist nach seinem Wochen-Business-Trip aus Südkorea zurück und auch Andreas und Keano ist ein freier Samstag beschert. Da haben wir uns wieder in der schon von der Lärchkogel Tour bekannten, etwas beengten Packordnung (eine große Hundetransportbox braucht eben ihren Platz im Kofferraum) von Andreas in den Gößgraben chauffieren lassen. Dort haben uns beim Aussteigen einmal Minustemperaturen im zweistelligen Bereich empfangen.

Grabnerspitze 1.795 m
Entsprechend flott sind wir daher losgestiefelt, um die Muskelpumpe anzuwerfen und den Körper mit Wärme zu versorgen und dem gut gespurten Aufstiegsweg in Richtung Graskogel und Grabnerspitze gefolgt. Nach einiger Zeit konnte dann das Gehtempo gedrosselt werden. Trotzdem haben wir nach 1 ¾ Stunden den Gipfel der Grabnerspitze erreicht; und dies trotz einer kurzen Pause knapp vor dem Gipfel zum Ergänzen der Oberbekleidung als Schutz vor dem kalten Wind.

Höhenwanderung in Richtung Abtreibsattel
Sehr kurz ist deswegen dann auch der Gipfelaufenthalt ausgefallen und wir sind gleich ostseitig weiter in Richtung Abtreibsattel und dabei auf Fellen mehrfach kurz abgefahren und wieder angestiegen. Die heuer besonders großen Wechten im kammnahen Bereich haben sich stellenweise schon gesetzt und dabei sind verborgene tiefe Spalten an den Geländekanten entstanden. Diese gilt es zu beachten und nicht hineinzufallen.

Lawinenaktivitäten am Kragelschinken
Schließlich haben wir am angepeilten Punkt abgefellt, und alle Luken für die bevorstehende Pulverschneeabfahrt abgedichtet. Auch die Tiefschneebänder sind wieder aktiviert worden. Der Kontrollblick in die Bergwelt der Umgebung hat einige Schneebretter und Gleitschneelawinen im Bereich zwischen Wildfeld und Kragelschinken offenbart.

Chris
Dann sind wir vorsichtig über die erste steile Stufe abgefahren. Im kammnahen Bereich war der Schnee noch verblasen, aber mit abnehmender Höhe ist er schlagartig besser geworden. Ab dem Almboden darunter bis ganz hinunter ins Muckental, einem Seitenast der Langteichen, gab es dann nur mehr Pulverschnee vom Feinsten.

Hund voraus!
Jeden einzelnen Schwung haben nicht nur wir gefeiert, sondern auch Keano hat sich über den besonderen Auslauf gefreut. In Wellenbewegungen ist er teilweise in der Falllinie, teilweise in unseren Spuren talwärts gebraust.

Andreas, Philipp, Keano
Neben der Spechtzirbe bei der kartografierten Binderhütte (die sich mir nach wie vor in Natura verborgen hält ;-)) haben wir abgeschwungen. Jetzt war auch endlich Gelegenheit zu essen und zu trinken. Es war nämlich nicht so windig wie am Gipfel, kalt war es trotzdem.

Das Fell macht Mucken
Ein Fell von Andreas hatte sich schon bei einer der kurzen Zwischenabfahrten am Berg selbständig gemacht. Jetzt machte es beim Aufziehen – nomen (des Ortes Muckental) est omen, so richtig Mucken. Mit Philipps Werkzeug als Hilfe und trotz Keanos Störversuche ist es ihm schließlich doch noch geglückt, die widerborstigen Dinger halbwegs an den Laufflächen festzumachen.

Wiederanstieg aus der Langteichen
Während der Wartezeit ist uns wieder richtig kalt geworden. Mit sehr flottem Aufstiegstempo haben wir in der Folge wieder das gewünschte Temperaturempfinden hergestellt. Die Felle von Andreas haben ihre Tendenz, im Muckental zu verharren, leider nicht abgelegt und ihm daher noch zu etwas Zusatzarbeit während des Anstiegs verholfen.

Schlussanstieg über die holzige Steilstufe
Vor allem im holzigen und steilen letzten Aufschwung wollten sie gar nicht mehr haften und daher war zwischendurch auch kurz einmal Stapfen angesagt. Schließlich hat er sie doch noch einmal so gut fixieren können, dass sie auch für die Höhenwanderung in der Gegenrichtung zurück in Richtung Gipfel noch gehalten haben.

Abfahrt von der Grabnerspitze
1 ½ Stunden nach dem Beginn des Wiederanstiegs haben wir knapp vor dem höchsten Punkt eine Abflachung genutzt und dort für die finale Abfahrt umgerüstet. Dann sind wir in Richtung Schandeckriedel abgefahren. Die wenigen Zentimeter Neuschnee der letzten 48 Stunden, stellenweise als Triebschnee, waren dabei eine perfekte, wegstaubende Unterlage.

Abfahrt in den Silbergraben
Zeitgleich mit der Krakauerin Ramona Siebenhofer auf dem Weg zu ihrem zweiten Sieg in der Weltcupabfahrt von Cortina innerhalb von zwei Tagen sind wir über freie Flächen und im lichten Wald in den Silbergraben hinunter gebraust. Mensch und Hund haben dabei auch hier eine Riesenhetz gehabt. Über die letzte kurze Steilstufe ging es schließlich in den Talgrund des Silbergrabens. Da hat uns die Mächtigkeit der schon weiter oben gesehenen Lawine, die dort vor ein paar Tagen abgegangen ist, überrascht.

Schweinsbraten
Anfangs über den Lawinenkegel, danach noch durch die weiße Winterlandschaft ging es zurück zum Ausgangspunkt der Tour am mittlerweile gut gefüllten Parkplatz im Gößgraben. Nach dem Verstauen der Ausrüstung haben wir uns wieder ins Auto „geschlichtet“ und sind zeitgleich mit der Siegesfahrt von Vincent Kriechmayr bei der Abfahrt in Wengen – nur etwas langsamer – aus dem Graben hinausgefahren. Als patriotischer Skifan hat sich Freund Heinrich sicher auch über diese Erfolge mindestens genauso gefreut, wie über den Schweinsbraten mit Endiviensalat, den wir bei der Einkehr verdrückt haben.



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