Zinken - Schönbergkar

am 27.02.2019

Zinken 1.926 m - 1.150 Hm

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mit dabei:
Franz P.


Zinken, vom Bodenbauer gesehen; re. das Dippelkar
Nach ziemlich genau 4 Jahren seit unserer letzten gemeinsamen Tour war ich wieder einmal mit Franz als Tourenpartner unterwegs. Ein spontanes „Ja!“ auf die Frage nach einer gemeinsamen Tour auf den Zinken an diesem von der Wetterprognose her nicht leicht zu überbietenden Tag hat uns gemeinsam zum Ausgangspunkt beim Bodenbauer geführt.

Start beim Bodenbauer; das Tourenziel im Visier
Dort hat sich zugleich mit uns auch shorty, den ich im Gelände auch alle paar Jahre einmal treffe, auf den Weg zum Kloben gemacht. Davor haben wir uns natürlich über letzte Touren und die dortigen Verhältnisse kurz ausgetauscht und er hat mir natürlich in seiner unverwechselbaren Art und Weise einiges mehr mitgeteilt. Auch über seine Tourenskischuhsammlung und deren beabsichtigte Erweiterung weiß ich jetzt genauestens Bescheid ;-).

Häuselalm
Mit dem Tourenziel im Visier und der Sonne im Rücken haben wir uns auf den Weg gemacht. Die Nacht davor war zwar klar, die Schneedecke aber nicht vollkommen gefroren. Daher haben wir von Beginn an auf die Verwendung vom Harscheisen verzichten können. Über den obligaten Aufstiegsweg durch den Wald sind wir in Richtung Häuselalm angestiegen.

Aufstieg oberhalb von der Häuselalm
Mit zunehmender Höhe ist das anfängliche Lüfterl etwas stärker geworden. Die wärmende Sonne hinter uns hat aber immer noch ein angenehmes Temperaturgefühl erzeugt. Vorbei an der tief verschneiten Häuselalm ging es dann in einem Rechtsbogen weiter hinauf in Richtung Häuseltrog. Der Blick zurück hat uns viele bekannte Tourenziele der vergangenen Jahre präsentiert.

Aufstieg vorbei an der Hochsteinhütte
Das Lüfterl hat jetzt abermals an Stärke zugelegt und ist zu einem richtigen Wind geworden. Entlang der Skiroute sind wir weiter angestiegen und haben uns in jenem Bereich, wo das Gelände sich weitet, für den Schlenker in Richtung Süden entschieden. Der Plan, der Düse im sich vertiefenden Trog auf die Sonnenseite zu entfliehen, ist leider nicht aufgegangen.

Windkolk unter der Zinken SW Flanke
Beim Anstieg vorbei an der Hochsteinhütte war der Wind ja noch halbwegs gnädig. Aber sobald sich unser Weg wieder nordwärts gedreht hat, sind wir voll im Gegenwind gestanden und daher hat sich der weitere Anstieg zurück an die Nordseite etwas mühsam gestaltet. Den direkten Anstieg über die SW-Flanke des Zinken habe ich bei den herrschenden Böen gleich verworfen. Jedenfalls hätten wir dafür des sicheren Standes wegen die Harscheisen montieren müssen. Der Gefahr, bei einem Rutscher der Geländekante zu nahe zu kommen bzw. einem vom Wind weggeblasenen Ausrüstungsgegenstand in die Tiefe nachschauen zu müssen, wollten wir uns gleich gar nicht aussetzen.

Zinken Gipfelkreuz
Bis hinauf zur Hirschgrube hat der Wind noch einmal an Kraft zugelegt und uns nach den letzten Metern hinauf zum Gipfel gleich einmal dazu veranlasst, die abgeschnallten Skier zu einem Paket zusammenzubinden, um sie nicht dem Wind zu opfern. Franz hat auf den Gang zum Gipfelkreuz verzichtet. Beim Weg zum etwas exponiert vorgelagerten Kreuz im Wind war nur wichtig, die Stöcke ordentlich einzusetzen, um die Balance nicht zu verlieren und bei jedem Fotostopp Handschuhe und Stöcke ordentlich zu fixieren. Beim Kreuz selbst konnte ich mich dann ja eh an den Sicherungsseilen gut festhalten.

Zinken von der Ostseite
Der Weg zurück - jetzt gegen den Wind - war etwas mühsamer. Beim Umrüsten für die Abfahrt etwas unterhalb vom Gipfel, wohin Franz mittlerweile unsere Skier verfrachtet hatte, waren wir dann weiterhin vor allem darauf fokussiert, dass nur ja nichts davongeweht wird und wir möglichst schnell von dort oben wegkommen. Die Gipfeljause haben wir jedenfalls einmal vertagt und sie für einen Zwischenstopp im hoffentlich windstillen und sonnigen Schönbergkar eingeplant.

Einfahrt ins Schönbergkar
In einer Schrägfahrt sind wird anschließend an die Abfahrt in die Hirschgrube möglichst hoch über den Abstürzen ins Dippelkar zur Einfahrt ins Schönbergkar hinüber gequert. Und war der Schnee in diesem Bereich noch ziemlich hart, so hat sich das mit dem Wechsel der Exposition und der dortigen Steilheit nach der Einfahrt ins Kar schlagartig geändert.

Abfahrt im Schönbergkar mit Blick zurück zum Zinken
Entsprechend lustvoll sind wir daher durch den oberen Abschnitt des Kars nach unten gecarvt. Dabei galt es einmal einen Lawinenkegel zu umfahren. In den flacheren Passagen hinunter bis zum großen Jausenstein war der Schnee dann etwas schnittiger. Beim Stein haben wir uns dann eingebremst und die längst fällige Gipfeljause nachgeholt. Anfangs war es noch kurz windstill, aber mit Fortdauer unserer Pause ist auch hier unten ein frisches Lüfterl aufgekommen und hat uns unsere Rast etwas verleidet.

Abfahrt im Schönbergkar
Bei der Fortsetzung der Abfahrt ist mit abnehmender Höhe der Schnee immer sulziger und daher tiefer geworden. Eine große Lawine von Beilstein hatte sich in der Mitte des Kars an einer kleinen Kuppe in zwei Äste geteilt. Das Spiel mit der Hangexposition möglichst weit rechts am Türndl hat uns in der dortigen Steilstufe immer noch sehr gut fahrbaren Schnee eingebracht.

Abfahrt unter dem G. Beilstein
Ganz unten galt es dann die Lawinenkegel beider Äste, die sich weiter unten oberhalb der Kante zur Hundswand wieder vereinigt hatten, zu queren. Im etwas tieferen Sulz haben wir dann im Kar noch ein paar Meter abgebaut und sind danach durch den Wald unter dem Gr. Beilstein nach Osten gequert. Auf der nächsten freien Fläche ging es dann wieder in der Falllinie hinunter und in der Verlängerung durch die Rinne östlich der Hundswand weiter talwärts.

Abfahrt weg von der Hundswand
In einem Bogen sind wir schließlich bis unterhalb der Wand wieder zurückgekehrt und dort in der ausgefahrenen Bobbahn zwischen den Bäumen hinunter gefahren. Die Gämsen, die den Lawinenkegel oberhalb der Wand zu ihrem Spielplatz erklärt haben, waren jedenfalls besser dran, als jene bedauernswerten vier Artgenossen, deren Kadaver am Wandfuß wir auch schon bei den Touren der Vorwoche gesehen hatten.

Wiener Schnitzel
Entlang der gut ausgefahrenen Spur ging es nach dem unvermeidlichen Staudentango dann im Trawiestal zurück zum Ausgangspunkt der Tour. Die Langlaufeinheit in der Flachpassage am Ende hat noch ein paar Energiereserven verbraucht, die aber spätestens beim Einkehrschwung in St. Ilgen mit einem knusprigen Wiener Schnitzel wieder aufgefüllt wurden. Das wird abschließend auch den Heinrich freudig stimmen.



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