Tockneralm

am 03.01.2020

Tockneralm 2.370 m - 1.070 Hm

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mit dabei:
Steffi



Tochter und Vater am höchsten Punkt
Die letzte Skitour im alten Jahr mit dem Sohnemann und die erste des laufenden Jahres mit unserer Tochter – welch eine herrliche Regie rund um den Jahreswechsel!
Schon seit mehr als einem Jahrzehnt existiert der Plan einer gemeinsamen Skitour mit Steffi. Die süßen Gründe die die Ausführung bis jetzt verhindert haben, heißen Sebastian, Antonia und Valentin und sind 10, 7 und 5 Jahre alt. Vor 4 Jahren sind wir zwar schon einmal gemeinsam auf Skiern im Gelände unterwegs gewesen – es war dies auch Sebastians erste Skitour - aber ihre erste „richtige“ Tour gab es heute. Und die war vom Feinsten.

Morgenstimmung beim Anstieg oberhalb des Wasserreservoirs
Weil wir derzeit einige Tage gemeinsam in der Krakau verbringen, war die Anreise zum Ausgangspunkt auf die Klausen sehr kurz. Im Schein der Straßenlaterne haben wir angeschnallt und sind in der Morgendämmerung vorbei am Joglbauern hinauf zur Fuchsgrube gestartet. Von da ging es dann weiter hinauf entlang desselben Weges wie schon vor dem Jahreswechsel. Dieser bedarf daher keiner weiteren Beschreibung. Inzwischen leicht ausgeaperte oder sehr glasige Passagen haben wir kleinräumig umgangen.

Trinkpause auf Höhe der Waldgrenze
Schön waren anfangs vor allem die Morgenstimmung und der anschließende Sonnenaufgang. In einer sehr eisigen Passage hat Steffi ihre Harscheisen ausgeklappt, die ab da bis zum Abschnallen am Gipfel für sicheren Stand gesorgt haben. Stetig haben wir an Höhe gewonnen und uns nach dem Zaun auf Höhe der Baumgrenze eine Trinkpause gegönnt.

Anstieg von der Waldgrenze zum Niederfeld mit Tiefblick in die Krakau; der Ausgangspunkt der Tour auf der Klausen ist am re. Bildrand
Danach sind wir in einer sehr direkten Linie weiter zum Niederfeld angestiegen. Steffi hatte die Last meiner vergleichsweise schweren alten Skier und ihrer Pistenskischuhe als zusätzlichen Ballast mitzuschleppen. Aber es sind dies jene Skier in meiner Sammlung, die als einzige noch eine leicht verstellbare Rahmenbindung haben. Das hat sie großartig gemeistert.

Aufstieg am Hochfeld mit Föhnstimmung über der Gipfelarena im Etrachtal (Schimpelspitz; Süßleiteck, Schrein, Dachleiteck, Rupprechtseck, Arfeld v.l.n.r.)
Obwohl sich mit einer leichten Südwestströmung mittlerweile eine dünne Staubewölkung vor die Sonne geschoben hatte, war es überhaupt nicht kalt, weil nahezu windstill. Und nördlich des Alpenhauptkamms hat uns der blaue Himmel mit den unverwechselbaren Föhnwolken entgegen gelacht.

Anstieg vom Kreuz am Hochfeld zum Gipfel
Am Niederfeld haben wir noch einmal getrunken und sind anschließend zum großen Kreuz am Hochfeld aufgestiegen. Wie schon am Tag vor Silvester haben wir nur kurz darunter verweilt und sind, weil die Schneelage heuer so außergewöhnlich gut ist, gleich weiter zum Gipfel der Tockneralm angestiegen.

Gipfelfreude
Von der dortigen Vermessungsstange ging es dann weiter in Richtung Westen zur nächsten Gipfelkuppe mit dem Steinmann oben drauf. Dort wurden Steffis Harscheisen wieder eingeklappt. Es folgte eine kurze Zwischenabfahrt gleich auf Fellen und danach der Schlussanstieg zu jenem kleinen Kreuz („Lazi“-Kreuz), das wir auch schon am 30.12. als Ziel unserer Tour gewählt hatten.

Schlussanstieg zum „Lazi“ – Kreuz
Dort haben wir uns jetzt ausreichend Zeit für die überfällige Jause und das Umrüsten für die Abfahrt gegönnt. Kurzzeitig hat sich auch noch der gebürtige Krakauer Hubert S. zu uns gesellt. Das Gespräch mit ihm hat uns noch zusätzliche Regenerationszeit für die Abfahrt verschafft. Und wegen der angenehmen Witterung hatten wir ja ohnedies keine Eile.

Abfahrt auf griffigem Harschdeckel
Dann sind wir entlang des Rückens in Richtung Satterl und ein Stück oberhalb des Steinmanns in die breite Rinne abgefahren. Der tragfähige Harschdeckel und stellenwiese eine dünne Triebschneeschicht darauf bildeten eine perfekte Unterlage für genussvolles Abfahren. Auch in der Rinne war dann bis zu jenem Punkt, wo wir in Richtung Tocknerhütte hinausgequert sind, wieder Jubeln angesagt.

Ausqueren aus der Rinne
Auch in der Querung hat der Harschdeckel sehr gut getragen, lediglich die Passage oberhalb der Hütte hat uns mit „Schienenschnee“, also einem etwas brüchigen Harschdeckel begrüßt. Wir haben daher noch einmal auf die SW Exposition gewechselt und sind erst ganz am Schluss wieder nach Osten gequert.

Schitzaroan
Ab der Hütte haben wir uns dann in die Spur am Forstweg hineingestellt und sind in Richtung Südosten weiter abgefahren. Auch im lichten Hochwald danach gab es eine schon ziemlich gut ausgefahrene Spur. Und ab dem Zeitpunkt, wo wir wieder auf den markierten Aufstiegsweg gestoßen sind, haben wir uns durch die ausgefahrene „Bobbahn“ nach unten treiben lassen. Einige in den steileren und sonnenausgesetzten Passagen herausschauende Steine galt es zur Schonung des Materials dabei zu umschiffen.

Gegrillter Schweinerücken
Schließlich sind wir wieder nach rechts zum Wasserreservoir mit dem Schneepegel daneben und von dort weiter in einem Bogen über die Fuchsgrube zum Ausgangspunkt der Tour zurückgekehrt. Dort haben wir uns noch kurz mit Joseph Schnedlitz ausgetauscht. Diesmal haben wir ihm aber nicht sein Mittagessen abspenstig gemacht, sondern sind mit kurzem Zwischenstopp am Friedhof gleich zum Skilift weitergefahren. Bevor wir jetzt auf das Pistenmaterial umgerüstet haben, sind wir noch eingekehrt und haben uns gestärkt. Dem Heinrich sei verraten, dass der gegrillte Schweinerücken nach der Lungenstrudelsuppe sehr gut war.

Steffi mit ihrem Jüngsten auf der Piste
Dann haben wir uns den Luxus, vom Schlepplift nach oben gezogen zu werden, für den Rest des Nachmittags gegönnt und zusammen mit Brigitte, Charly und den Enkelkindern noch einen herrlichen Pistenspaß gehabt. Am Schluss ist sogar noch einmal die Sonne herausgekommen und hat diesen Skitag, der im wahrsten Sinne des Wortes vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang gedauert hat, noch abgerundet.



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