Edelfeld

am 19.01.2020

Edelfeld 2.320 m - 980 Hm

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mit dabei:
Chris und Lisi


Erste Wechten am Wegrand entlang des Sees
Chris hatte uns für den heutigen Sonntag nach Durchzug einer Kaltfront Pulverschnee und Sonnenschein in der Krakau versprochen. Daher haben wir uns zur morgendlichen Stunde abermals beim Etrachsee eingeparkt. Die „mausknietiefe“ Neuschneedecke war der wesentliche Unterschied zum Mittwoch und ein frischer Wind hat uns beim Aussteigen empfangen. Der hatte auch schon den Neuschnee von der zugefrorenen Seeoberfläche an den Rand des Weges, über den wir den Anstieg wieder begonnen haben, geweht.

Bachquerung
Vorbei an der Spreitzerhütte ging es bei leichtem Schneefall taleinwärts. Bei der Weggabelung sind wir diesmal aber nicht in Richtung Schoberhütte, sondern halblinks in Richtung Hubenbauertörl weitergegangen. Bei der Schöttelhütte haben wir den Forstweg verlassen und sind entlang des alten Saumweges zur Oberen Schöttelhütte aufgestiegen. Bei der Bachquerung habe ich zur Vermeidung von nassen Fellen und anschließendem Anstollen vorgeschlagen, abzuschnallen. Einer aus der Runde, ich verrate nicht wer, war beratungsresistent und hat dies im Steilgelände rechts vom Bach auf der vergeblichen Suche nach einer Schneebrücke, über die er den Bach queren wollte, daraufhin gebüßt; schließlich hat auch er abgeschnallt und ist durch den Bach gestiefelt 😉.

Pause beim Grübelsee
Nach den etwas steileren Kehren unterhalb der Hütte und dem anschließenden Flachstück ging es dann in abermals steileren Kehren über die Geländestufe weiter hinauf zum Grübelsee. Die teilweise schon am Weg dahin bzw. dann beim See montierten Harscheisen, waren auch beim weiteren Anstieg eine sehr angenehme Unterstützung. Während der kurzen Pause haben wir dort auch gleich die Oberbekleidung ergänzt, Gesichtsmasken und Skibrillen bzw. auch gleich die Helme zum Schutz gegen den eisigen Wind aufgesetzt.

Aufstieg oberhalb vom Grübelsee
Über die nächste Geländestufe nach links hinauf hatten wir zumindest noch halbwegs passable Sichtverhältnisse. Die gab es dann im weiteren Anstieg am nordwärts gerichteten Rücken hinauf zum Gipfel nicht mehr. Schließlich haben wir uns knapp vor dem Erreichen des höchsten Punktes im vollkommenen Whiteout mit Hilfe von elektronischen Orientierungshilfen noch bis zum höchsten Punkt navigiert. Wieder einmal muss ich feststellen, wie bewundernswert ich es finde, wie Lisi mit den unwirtlichen äußeren Umständen zurechtkommt.

Ready to go
Am Gipfel galt es dann vor allem darauf zu achten, während des Umrüstens für die Abfahrt keinen Ausrüstungsgegenstand dem Wind zu opfern. Das ist mit einer akrobatischen Einlage beim Einfangen eines davongewehten Felles auch gelungen. Da ich meine Kamera bis dahin etwas zu oft in den kalten Wind gehalten hatte, war sie nach den ersten Gipfelfotos nicht mehr einsatzfähig. In der Zeit vor Erfindung des Smartphones wäre die fotografische Tourendokumentation damit beendet gewesen.

Abfahrt im Whiteout
Im Whiteout im ersten Teil der Abfahrt gab es auch damit nicht viel festzuhalten. In der Geländestufe hinunter zum Grübelsee, als wir endlich auch wieder bessere Sicht hatten, ist erstmals so etwas wie Fahrvergnügen aufgekommen. Dieses hat sich dann im Laufe der nächsten 400 Hm noch um ein Vielfaches gesteigert.

Pulvertraum über 400 Hm in der Rinne
In der Rinne, die vom See bis zum Forstweg auf der Hubenbaueralm hinunterzieht, hatte sich ungebundener Pulverschnee auf einem festen Harschdeckel gesammelt. Durch diesen sind wir mit viel Juche talwärts gebraust. Jeder Schwung war ein Genuss und nur im allerletzten Abschnitt hinunter zum Weg galt es auf einige unter dem Neuschnee verborgene Eisbrocken bzw. herausragende Wurzeln zu achten. In diesem Teil haben wir daher das Abfahrtstempo etwas reduziert.

Sonnenschein bei der Spreitzerhütte
Am Weg ging es danach wieder talauswärts. (Bei Schönwetter) angedachte weitere Anstiege hatten wir bereits am Gipfel verworfen. Vorbei an der Hubenbauer- und Schöttelhütte, wo sich für uns die Runde wieder geschlossen hat, sind wir dann entlang des Aufstiegsweges wieder zum Etrachsee abgefahren. Am Schluss hat dann auch noch die von Chris prophezeite Sonne gelacht. Warm ist uns aber trotz der finalen Schlittschuhschritte entlang des Sees noch nicht geworden.

Wiener Schnitzel
Am Weg zur Einkehr haben dann aber die Motorwärme bzw. die Sitzheizung für die ersehnte Erwärmung gesorgt. Warm wird es auch dem Heinrich ums Herz werden, wenn er nun erfährt, dass abermals ein Schnitzel mit Kartoffeln und Salat die längst überfällige Gipfeljause substituiert hat.



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