Schwarzenstein

am 06.02.2020

Schwarzenstein 1.760 m - (Umkehrpunkt 4x) - 1.520 Hm

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mit dabei:
Andreas und Bernhard


Anfahrt über den Präbichl; Stadelstein und Schwarzenstein spitzeln über den Erzberg
Nachdem es in den letzten Tagen nicht nur geregnet und geschneit, sondern auch ordentlich gestürmt hatte, war an diesem Urlaubstag wieder einmal kein Ziel über der Waldgrenze als sicher zu beurteilen. Wir haben uns daher wieder einmal für den „Klassiker“ Schwarzensteinplan entschieden. Nach der am Präbichl noch recht rutschigen Anfahrt sind wir in der Ramsau bei – 6 Grad und wolkenlosem Himmel gestartet. Von Beginn an waren einige Zentimeter verblasener Neuschnee zu spuren. So ging es flotten Schrittes hinauf in die Lasitze. Ab der Abzweigung in Richtung Hochalm hat die Schneehöhe noch etwas zugelegt.

Schicksalsberg Kaiserschild
Mit Änderung der Aufstiegsrichtung entlang des Forstweges in Richtung Norden hat der Kaiserschild unsere Blicke wieder auf sich gezogen. Hier kann ich nur das wiederholen, was ich bereits im Jahr 2016 (Tour vom 6. Februar) als Erinnerung an unseren verunglückten Freund Michi hier vermerkt habe:
„Diese Tour war mit besonderer Reminiszenz verbunden. Die vielen Tiefschneeabfahrten, die wir mit Michi - es war dies eine seiner Lieblingstouren - auf der Schwarzensteinplan gemeinsam gefeiert haben, haben uns schon im Vorfeld bei der problemlosen Anfahrt viel in Erinnerungen schwelgen lassen. Überdies ist beim Anstieg aus der Lasitze der Kaiserschild, jener Berg, an dem er im Vorjahr verunglückt ist, so imposant vis à vis gestanden und hat unsere Blicke immer wieder auf sich gezogen. Es hat keiner großen Phantasie bedurft, den vom Gipfel geworfenen Schatten, als Profil eines menschlichen Antlitz‘ zu deuten. Für uns war jedenfalls klar, dass Michi - wie bei all den anderen Touren auch - diesmal ein besonderes Auge auf uns geworfen hat.“
Der Schatten war wieder da und Michi hat ganz sicher auch heute wieder ein besonderes Auge auf uns gehabt und sich mit uns mitgefreut.

Aufstieg auf der Hochalm
Weiter ging es hinauf zur Hochalm. Die Fläche unterhalb der Hütte war eher abgeblasen und bei der gemauerten oberen Hütte hat es wegen des - mittlerweile gefrorenen – Regeneintrags in der Schneedecke ordentlich gekrustelt unter unseren Skiern. Auch zu Beginn der Schwarzensteinplan waren die Windzeichen in Form von Wechten und vielen abgerissenen Ästen nicht zu übersehen.

Aufstieg über die Schwarzensteinplan
Mit zunehmender Höhe ist die Schneedecke im windgeschützten Bereich immer homogener geworden. Nach dem Legen einer für die Abfahrt möglichst „hangschonenden“ Spur haben wir nach einer Zeit von 1 Std 35.min den Zielpunkt unseres Aufstiegs in „Pepis Wohnzimmer“ unter der einzeln stehenden Fichte im oberen Teil der Plan erreicht. Dort wurde jetzt einmal getrunken, und für die erste Abfahrt umgerüstet.

Erste Abfahrt zur Hochalm
In der Mitte ging es im Pulverschnee dann jubelnd wieder abwärts. Gegen Schluss der Abfahrt hat es dann wegen des glasigen, abgeblasenen Harschdeckels wieder ein bisserl geklappert. Mit einer Schrägfahrt sind wir zuletzt wieder bis zu unserer Aufstiegsspur zurück gequert und haben dort wieder aufgefellt.

2. Abfahrt im Pulver
In der mittlerweile auch von anderen Aufsteigenden noch besser verfestigten Spur sind wir in einer 25 minütigen Aufstiegszeit neuerlich angestiegen und haben uns am Ende des Aufstiegs wieder in Pepis Wohnzimmer gemütlich gemacht. Wieder wurde gejausnet und umgerüstet. Dann haben wir uns für die Linie auf der orografisch rechten Seite der Plan entschieden und sind dort genauso genussvoll wie beim ersten Mal hinunter gebraust und am Ende wieder zur Aufstiegsspur auf der Hochalm zurück gequert.

Der Sonne entgegen; 3. Anstieg auf der Hochalm
Mittlerweile waren wir voll in der Sonne und Bernhard hat beschlossen, bei der Hütte auf der Hochalm ein Sonnenbad zu nehmen. Andreas und ich haben die Felle wieder aufgezogen und sind abermals in 25 Minuten bis zum obligaten Umkehrpunkt angestiegen. Wieder wurden die Felle abgezogen, vorsichtig verpackt und gut zuerst am Körper, dann im Rucksack verstaut.

3. Abfahrt zur Hochalm
Jetzt haben wir uns für die Abfahrt die immer noch fast unverspurte Linie entlang unserer Aufstiegsspur ausgewählt. Auch hier war es sehr fein zu fahren. Lediglich der allerletzte ziemlich verblasene kurze Abschnitt am Beginn der Hochalm hat ein bisschen mehr Fahrtechnik zwischen den dort aufgetürmten Wechten gefordert.

„Gipfelfoto“ im Wohnzimmer
Aller GUTEN Dinge sind Drei heißt es. Von den noch BESSEREN Dingen kann man aber nie genug bekommen. Daher haben wir die Felle abermals aufgezogen und auch Bernhard auf Zuruf motivieren können, noch einmal mit uns aufzusteigen. In etwas gemütlicherem Tempo haben wir nach einer knappen halben Stunde das letzte Mal in Pepis Wohnzimmer zum Zwecke des Umrüstens Quartier genommen.

Ofenbratl
Auch für die letzte Abfahrt war entlang der Aufstiegsspur noch immer für jeden von uns genug Platz, seine eigene Spur zu ziehen. Jetzt sind wir – der Fellkleber hätte möglicherweise auch irgendwann den Dienst verweigert – vorbei an der Hütte entlang des Aufstiegsweges wieder in die Lasitze abgefahren. Dort haben wir direkt neben dem Auto abgeschwungen und sind ziemlich durstig und hungrig noch über den mittlerweile nahezu schneefreien Präbichl gefahren. In Vordernberg sind wir eingekehrt und dem Heinrich darf ich abermals ein Ofenbratl, diesmal mit Kümmelkartoffeln und einem Salat, vermelden. Das wird ihm sicher genauso gut gefallen, wie ihm die Auswahl herrlich gezapfter Biere dazu auch gemundet hätte.



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