Preber

am 12.02.2020

Preber 2.740 m - 1.220 Hm

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mit dabei:
Chris und Bernhard


Winterliche Anfahrt
Ein weiterer Urlaubstag, der nicht nur der Skitour wegen unseren Weg in die Krakauer Heimat gelenkt hat, war sehr gut investierte Zeit. Nach dem Durchzug des Sturmtiefs „Sabine“ war für den heutigen Tag ein wechselhaftes Wetter mit der Aussicht auf einen halbwegs sonnigen Vormittag prognostiziert. Allerdings war auch noch mit etwas Wind zu rechnen. Und Pulverschnee haben wir uns neben ziemlich frostigen Temperaturen auch erwarten dürfen. Bei der Anfahrt hinein zum Prebersee war es schon einmal ziemlich winterlich.

Aufstieg bei der Prodingerhütte
Direkt neben der Landesstraße oberhalb der Ludlalm haben wir angeschnallt und unseren Aufstieg in einer von vor uns Aufsteigenden schon in den Neuschnee gezogenen Spur begonnen. Auch die beiden Abkürzungen der Fortwegkehren entlang des Sommerweges waren wegen der guten Schneelage diesmal unproblematisch und angezeigt. Bis hinauf etwas oberhalb der Prodingerhütte waren wir bei vollkommener Windstille unterwegs. Erstmals hat uns dort zugleich mit den ersten Sonnenstrahlen eine kleine Bö daran erinnert, dass wir für weiter oben ja mit viel mehr Wind gerechnet hatten.

Abwechslungsreiches Wetter beim Anstieg zur Roßscharte
Knapp oberhalb von der Halterhütte haben wir dann wirklich einen eindrucksvollen Vorgeschmack davon bekommen, wie es weiter oben werden würde. Innerhalb weniger Augenblicke hat sich unser Aufstieg in der Sonne bei Windstille mit einer heftigen Bö, begleitet von viel Triebschnee, in eine recht ungemütliche Angelegenheit mit sehr eingeschränkter Sicht verwandelt. Nach einer Trinkpause sind wir dann weiter in Richtung Roßböden bei solch wechselhaften Bedingungen weiter angestiegen.

Abwechslungsreiches Wetter beim Anstieg zur Roßscharte
Dort oben hat es dann kurzzeitig heftiger geschneit. Aber immer wieder ist zwischendurch die Sonne durchgekommen und der Wind hat auch seine Pausen eingelegt. Knapp unter der Roßscharte haben wir uns noch eine Pause gegönnt und gleich darauf auch die Harscheisen montiert und gegen den jetzt stärker werdenden Wind auch die Luken dicht gemacht.

Stärker werdender Wind und stellenwiese null Sicht zwischen Roßscharte und Vorgipfel
Dann ging es über den etwas steileren Hang in einigen Kehren hinauf zum Vorgipfel. Chris und ich sind zwischen vielen aus der Schneedecke herausragenden Steinen noch am dortigen Gedenkkreuz auf Skiern vorbei gestiegen. Als wir aber gesehen haben, dass auch der Gipfelaufbau ähnlich wenig Schnee hat, haben wir abgeschnallt und, während wir auf Bernhard gewartet haben, gleich umgerüstet.

Die Schneefahne weht  am Prebergipfel
Gemeinsam sind wir dann zum Gipfel aufgestiegen. Wegen des doch ziemlich heftigen Windes wurde der Gipfelaufenthalt aber recht kurz gehalten. Chris hat die noch am Vorgipfel versprochene essbare Überraschung aus seinem Rucksack nicht ausgepackt und sie wurde auch nicht eingefordert, weil wir mit essentielleren Dingen, wie dem Festhalten und Einfangen von Ausrüstungsgegenständen zu tun hatten. Aber so konnte wenigstens ein Handschuh und auch ein Skistock vor dem weiten Flug in die Ostwand bewahrt werden. Sehr bald sind wir daher wieder zum Vorgipfel abgestiegen und haben dort die Skier angeschnallt.

Abfahrt im Pulverschnee
Nach einigen vorsichtigen Schwüngen auf der dort noch recht inhomogenen Schneedecke ging es dann ab der Roßscharte in sehr feinem Pulver talwärts. Das Abfahrtsvergnügen konnte auch durch die wegen des jetzt immer heftiger blasenden Windes zeitweise eingeschränkte Sicht nicht wirklich beeinträchtigt werden. Mit den nötigen kurzen Erholungspausen haben wir die vorher erarbeitete Höhe daher sehr genussvoll wieder abgebaut.

Abfahrt bei der Halterhütte
Auch die letzten Hänge hinunter bis zur Halterhütte – jetzt bei weniger Wind – waren noch sehr fein. Wegen des Funklochs rund um den Prebersee haben wir jetzt noch kurz mit den Daheimgebliebenen telekommuniziert und danach unsere Abfahrt fortgesetzt. Während Bernhard und ich uns für die frischpräparierte „Piste“ am Forstweg entschieden haben, ist Chris so lange wie nur irgendwie möglich noch im unverspurten Gelände unterwegs gewesen. Beim Gatter am Ende der Rodelpiste haben wir schließlich wieder abgeschnallt und die Skier die wenigen Meter bis zum Auto hinuntergetragen.

Kräuterrostbraten
Zur Einkehr sind wir dann in die Krakau gefahren. Beim Stigenwirth hat uns Chef Werner, seit dem letztwöchigen „Heimatleuchten“ in Servus TV auch in seiner Nebenrolle als „Zweiter Roßarsch“ der Krakauer Faschingsrenner bekannt, mit seinen Schmankerln verwöhnt. Ich kann jedenfalls dem Heinrich mitteilen, dass mein Kräuterrostbraten mit Spätzle ausgezeichnet gemundet hat. Im Anschluss an den Friedhofs- und einen kurzen Verwandtenbesuch haben wir der Krakau wieder den Rücken zugekehrt, kommen aber sicher sehr bald wieder.

Von der Enge im Rucksack gezeichnete süße Überraschung
Als Stärkung für die Heimfahrt hat Chris dann endlich doch in seinen Rucksack gegriffen und uns – jetzt leicht aus der Form geratene – Schwedenbomben serviert. Die hätten am Gipfel sicher noch besser geschmeckt. Ob das nicht ein Auftrag an ihn für die nächste Tour ist? Und falls er es nicht weiß, die gibt es nicht nur im Viererpack, sondern auch in zehnfach größeren Gebinden ;-).



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