Wiegeneck

am 23.02.2020

Wiegeneck 2.472 m - 1.050 Hm

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mit dabei:
Chris und Lisi



Aufstieg bei der Voralmbrücke, das Tourenziel re. hinten im Talschluss von Beginn an im Visier
Zum wiederholten Mal hat es uns heute wieder in die Krakau gezogen. Das Tourenziel war jedoch diesmal etwas anders gewählt. Es ist schon einige Zeit her, dass wir das letzte Mal im Rantental unterwegs waren. Und dass die Verhältnisse heuer auch dort sehr gut sind, hat sich auch bis zu uns durchgesprochen. Also sind wir bis zum Ende der Fahrmöglichkeit bei der Voralmbrücke ins Tal hineingefahren und haben dort unseren Aufstieg begonnen. Von Beginn an hat man dabei unser Tourenziel rechts hinten im Talschluss im Visier.

Aufstieg zum Rantensee
Vorbei an der gastlichen Ebenhandlhütte, wo man zur Sommerszeit ganz ausgezeichnet verpflegt wird, sind wir zum Rantensee aufgestiegen. Immer wieder wurde die Wolkendecke über uns durch den Föhn aufgerissen und wir waren über weite Strecken in der Sonne unterwegs. Das hat die Hoffnung genährt, dass es später eine firnige Abfahrt geben könnte.

Aufstieg ins Hinterkar
Chris hat dann vom Rantensee hinauf ins Hinterkar eine sehr feine, Spitzkehren möglichst vermeidende, Spur gelegt. Die Schneedecke war sehr griffig, daher durften die Harscheisen im Rucksack bleiben. Während der Trinkpause schon etwas weiter oben im Kar sind wir dann auch äußerlich ein bisserl feucht geworden, weil sich in den stärker werdenden Föhnwind jetzt auch Regentropfen darunter gemischt hatten.

Am Übergang ins Wiegenkar
Beim weiteren Anstieg hinauf ins Wiegenkar hat dann meist wieder die Sonne gelacht. Im Kar sind wir ein paar Meter auf Fellen kurz bis auf Höhe des Sees abgefahren und haben dann linksseitig wieder an Höhe zugelegt. Der Plan war, während der etwas steileren Querung die Schneeverhältnisse für eine allfällige Abfahrt in der Rinne direkt in der Falllinie vom Gipfel auszuloten. Am Ende der Querung hatten wir diese Variante wegen des inhomogenen Schneedeckenaufbaues bereits wieder verworfen.

Aufstieg aus dem Wiegenkar
Danach ging es nach links über die Steilstufe hinauf und weiter bis knapp unter den Sattel zwischen Wiegeneck und Predigtstuhl. Von dort waren es dann nur mehr wenige Kehren am ostseitigen Gipfelhang, bis wir im kleinen Sattel unterhalb des kurzen Gipfelgrats nach einer Aufstiegszeit von insgesamt 3 Stunden abgeschnallt haben.

Kraxeln am Gipfelgrat
Zuerst haben wir einmal gleich die Felle abgezogen und die Oberbekleidung gewechselt. Danach haben wir begonnen, am Grat in Richtung Gipfel zu kraxeln. Anfangs gab es noch genug ausgeaperte Felsnasen, an denen man sich gut festhalten konnte. Das war jetzt beim über den Grat fegenden Sturm absolut nötig. Mit zunehmender Höhe wurde jedoch die Schneedecke immer eisiger und es gab keine Möglichkeit mehr, sich irgendwo festzuhalten. Ohne Steigeisen und Pickel war es daher unmöglich, die letzten paar Meter hin zum Kreuz gefahrlos zu überbrücken.

Abfahrt vom Wiegeneck; im Hintergrund Mitterberggrat und Preber
Wir sind daher vorsichtig wieder hinunter geklettert und haben im Windschatten beim Skidepot unsere Gipfeljause verzehrt. Danach haben wir angeschnallt und unsere Abfahrt begonnen. Sehr bald war klar, dass die im Anstieg sehr gnädige Schneedecke für die Abfahrt nicht die optimale Unterlage sein würde. Die viele Feuchtigkeit in Verbindung mit der föhnbedingt hohen Temperatur hatte den Schnee komplett stumpf gemacht. Daher hat es uns ordentlich abgestoppt und es ist kein großer Fahrspaß aufgekommen.

Abfahrt ins Wiegenkar
Einige flotte Schwünge hinunter über die Steilstufe zum Wiegensee waren trotzdem dabei. Dort mussten jetzt aber ziemlich viele Stockschübe mithelfen, die Distanz entlang des Sees und die kurze Gegensteigung am Ende des Kars zu überwinden. Auch die folgende Geländestufe hinunter ins Hinterkar hat uns keine bessere Fahrunterlage serviert. Viel patziger Schnee ist durch unsere Schwünge im Steilgelände in Bewegung geraten und in großen Rädern und Kugeln neben uns talwärts gerollt.

Abfahrt vom Hinterkar zum Rantensee
Am Ende des Kars war der Schnee dann durch die Änderung der Exposition etwas besser. Auch hinunter bis zum Rantensee war es ganz passabel fahrbar. Mit abnehmender Steilheit ist allerdings für die anschließende Fahrt hinaus aus dem Tal wieder viel Arbeit mit den Armen vonnöten gewesen um halbwegs vom Fleck zu kommen. Unzählige Stockschübe später haben wir dann neben dem Auto bei der Voralmbrücke wieder abgeschwungen.

Schnitzelmenue
Nach dem Umziehen und dem Verstauen der Ausrüstung ging es dann motorisiert zurück in die Krakau und nach dem Friedhofsbesuch zur Einkehr und zum Treffen mit Bruder und Neffen, die sich am Lifthang bewegt haben, im Liftstüberl. Dass eines der beiden Menüs ein Schnitzel mit viel Preiselbeeren beinhaltet hat, wird sicher auch den Heinrich freuen. Derart gestärkt haben wir anschließend die Heimreise nach Graz angetreten.



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