Lahnerleitenspitze

am 25.02.2020

Lahnerleitenspitze 2.027 m - 1.130 Hm

Zurück

mit dabei:
Chris



Morgenstimmung an der Präbichl Nordseite
Heuer ist es sich wieder einmal ausgegangen, dass Chris und ich unsere Faschingsnasen wieder am Faschingsdienstag auslüften konnten. Den Urlaubstag haben wir aber nicht bei einem Remmidemmi in der Stadt, sondern – wie so oft in den letzten Jahren schon – in der frischen Bergluft verbracht. Vorbei an herrlichen, durch den Morgennebel im Bereich des Präbichls entstandenen Lichtstimmungen sind wir nach Hinterradmer gefahren und haben dort neben dem Parkplatz angeschnallt.

Forstweganstieg mit Blick zum Lugauer
Der Lugauer war über weite Strecken der Tour ab jetzt fast immer im Sichtfeld und ist daher auf vielen Bilddokumenten im Hintergrund zu sehen. Über den ersten Hang ging es hinauf und gleich danach gab es eine kleine negative Überraschung. Dort, wo man üblicherweise die langen Forstwegkehren auch in Richtung Gscheideggkogel über den Sommerweg abkürzt, war dieser sehr stark ausgeapert. Wir haben daher beschlossen, am Forstweg unseren Aufstieg fortzusetzen. Auch hier gab es eine kurze Unterbrechung des Schneebandes, die wir uns für die spätere Abfahrt eingeprägt haben.

Immer dem Weg entlang
Auch dort, wo sich der Sommerweg wieder vom Forstweg in Richtung Schafalm trennt, war die Böschung abermals ziemlich ausgeapert. Daher haben wir uns auch hier für den längeren Weg über die Forststraße entschieden. Die braunen Spuren von nach uns Aufsteigenden, die wir später während der Abfahrt bei der Einmündung der Abkürzungen am weißen Schneeband gesehen haben, haben uns dokumentiert, dass wir mit unserer Routenwahl jeweils richtig gelegen sind.

Aufstieg durch das Lochalpl
Ab jenem Punkt, wo der Forstweg in Richtung Schafbödenalm abzweigt, ging es geradeaus weiter und vorweg einmal – gleich auf Fellen – wieder bergab bis zur Querung des Lahnerleitengrabens und danach aufwärts nach Osten bis unter das Lochalpl. Der etwas steilere Aufschwung zur Seekaralm ist durch einen Windwurf jetzt etwas fremd. Für die spätere Abfahrt haben die nunmehr - mit Ausnahme der Wurzelstöcke - freien Flächen aber schon jetzt viel Genuss versprochen.

Aufstieg auf der Seekaralm
Am Boden unterhalb der Rotwand haben wir uns nach dem Anstieg eine Trinkpause gegönnt. Anschließend ging es der Sonne entgegen hinauf auf die Seekaralm. Über die Alm, eine etwas steilere Querung und die anschließende Mulde sind wir weiter hinauf ins Kar zwischen Speikkogel und Rotwand angestiegen. Nach dessen Durchquerung ging es hinauf auf den Sattel am Ende des Kars.

The Zipper: Chris öffnet den Reißverschluss in die Bergwelt
Einiges an Zeit haben wir jetzt schon zum in die Ferne schauen verbracht, da die besondere Wolkenstimmung dazu eingeladen hat. Im Anschluss daran sind wir nahe des Kamms auf griffigem Schnee zum Gipfel angestiegen. Diesen haben wir nach einer Aufstiegszeit von insgesamt 2 Std 55 min erreicht. Wir hatten mit sehr gnädigem Wetter gerechnet, aber dass es auch am Gipfel vollkommen windstill war, hat uns doch sehr positiv überrascht.

Faschingsdienstag: 2 Narren am Berg
Jetzt haben auch unsere über all die Jahre unveränderten Nasen ihre Position auf den Riechorganen darunter einnehmen dürfen. Nun weiß ich seit der Tour auf den Amachkogel, dass man mich mittlerweile am Berg auch aus der Entfernung an meiner Sportkleidung erkennt, sodass eine Verkleidung ohnedies keinen Sinn machen würde. Also hat jeder von uns abermals das angestammte Tier repräsentiert und nach dem Umrüsten für die Abfahrt haben wir uns wieder in Menschen „zurückverwandelt“.

Genussabfahrt über den SO - seitigen Gipfelhang
Bevor wir uns aber dem Abfahrtsvergnügen hingegeben haben, war noch Zeit dafür, in einem 360 Grad Rundumblick die umgebende Bergwelt von diesem besonderen Aussichtspunkt aus zu betrachten. Dann aber konnte es losgehen. Vom ersten Meter an war klar, dass der aufgezogene Schleierwolkenschirm ein allzu starkes Auffirnen der Schneeoberfläche verhindert hatte, der Harschdeckel aber war bestens tragfähig und griffig.

Abfahrt unter der Rotwand
Daher haben wir über den Gipfelhang orografisch im linken, etwas steileren Teil hinunter gejubelt. Bis zum Karboden gab es nur guten Schnee und daher genussvolle Schwünge. Auch der harte Harschdeckel im Kar war gut zu fahren. Schließlich waren ein paar Meter bis zur Einfahrt in die Steilmulde unterhalb der Rotwand noch hinauf zu staffeln. Dann sind wir auch dort sehr lustvoll hinunter gebraust.

Abfahrt im Lochalpl
Auch die folgende Abfahrt durch das Lochalpl hat den erwarteten Genuss gebracht. Am Forstweg ging es dann zurück in den Lahnerleitengraben. Weil die Schneedecke am Forstweg halbwegs tragfähig war, haben wir uns jetzt das Wiederauffellen erspart, die Skier geschultert und sind bis zur Wegkreuzung in Richtung Schafbödenalm hinauf gestapft. Dort wurde wieder angeschnallt und auf mittlerweile etwas stumpfem Schnee entlang des Aufstiegsweges abgefahren. Die kurze Unterbrecherstelle hat uns zum Abschnallen genötigt, danach ging es zurück zum Ausgangspunkt der Tour in Hinterradmer.

Faschierter Braten mit Püree
Die Heimfahrt haben wir zum Zwecke der Einkehr diesmal wieder in Traboch unterbrochen. Die Faschingsnasen kamen wieder zum Einsatz und die ebenfalls tierisch verkleideten Kellnerinnen haben uns für das Menü aus Frittatensuppe, Faschiertem Braten mit Püree und Endiviensalat sowie einem Faschingskrapfen begeistern können. Die Riesenportion hätte sicher auch dem Heinrich gemundet.



Mehr Bilder zur Tour

Zurück







| Suchmaschinenoptimierung durch die Lorem Ipsum GmbH |