Preber

am 07.03.2020

Preber 2.740 m - 1.220 Hm

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mit dabei:
Brigitte, Chris, Lisi und Rainer


Gleichzeitiger Tourenstart mit Armin Höfl
An einem Wochenende in der Krakau zusammen mit Chris, Lisi, und ihren Eltern war natürlich auch eine Skitour eingeplant. Es sollte dies die allererste von Lisis Papa Rainer werden. Und meine Brigitte ist jetzt vom Skitourenvirus auch schon so sehr befallen, dass sie beschlossen hat, zumindest ein Stück des Aufstiegs mit uns mitzumachen. Als ambitioniertes Ziel für eine Erstlingstour haben wir uns gleich einmal den Preber vorgenommen. Gleich am Ausgangspunkt haben wir bei seinem Abschlusstraining für den sonntäglichen Preberlauf den Krakauer Armin Höfl, einen der weltbesten Skibergsteiger, getroffen. Armin hat uns für den nächsten Tag eine angepeilte Zeit von unter 50 Minuten, abhängig von den Verhältnissen, avisiert.

Der Wind entleert die Bäume über uns
Wir konnten und wollten da nicht mithalten und sind in gemütlichem Tempo entlang der obligaten Route zuerst zur Prodingerhütte und danach weiter zur Halterhütte angestiegen. Unterwegs hat der böige Wind schon einiges vom Neuschnee des Vortages von den Bäumen auf uns herunter gebeutelt. Brigitte hat oberhalb der Baumgrenze beschlossen, die erste sehr starke Windbö zum Anschieben für ihre Abfahrt zu nutzen und hat uns in Richtung Tal verlassen.

Aufstieg zwischen Roßböden und Roßscharte
Für Rainer war das zu diesem Zeitpunkt auch schon eine Überlegung, hatte auch Armin Höfl uns schon ganz unten mitgeteilt, an diesem Tag nicht ganz nach oben zu steigen. Wir sind dann weiter in Richtung Roßböden angestiegen. Von Süden ist zwar die Sonne immer wieder durchgedrungen, aber der böige Wind aus der Gegenrichtung hat zusammen mit dem mitgeführten Triebschnee für starke Sichtbeeinträchtigung gesorgt. Sehr bald haben wir daher unsere Oberbekleidung ergänzt und auch Gesichtsmasken und Brillen aufgesetzt.

Zweite Pause knapp unter der Roßscharte
Der Triebschnee in der sofort wieder zugewehten Spur hat für einen rutschigen Untergrund gesorgt und den Aufstieg in Verbindung mit dem starken Gegenwind zusätzlich erschwert. Trotzdem haben wir gemächlichen Schrittes zusehends an Höhe gewonnen. Mit einer kurzen Pause auf halber Höhe und einer weiteren knapp unter der Roßscharte sind wir zusammen mit vielen weiteren Aufsteigenden dem Ziel stetig näher gerückt. Für Rainer auf seiner allerersten Tour waren die Länge der Preberflanke und die widrigen Verhältnisse auch im noch steileren letzten Hang hinauf zum Vorgipfel zwar fordernd, aber er hat auch diesen letzten Teil mit Bravour gemeistert. Chapeau!

Gipfelfreude in ungewohnt heimeliger Umgebung
Am Vorgipfel haben wir schließlich abgeschnallt, die Felle abgezogen und die Skier gut verstaut, um sie nicht dem Wind zu opfern. Danach galt es noch, sich im Rest des Anstiegs gegen den Wind, der hier oben noch heftiger geblasen hat, zu stemmen. Am Gipfel wurden wir schließlich mit einer vollkommen windstillen Unterkunft für die Zeit der Jause und des Umziehens belohnt. Zur Zeit des Preberlaufs steht dort oben nämlich ein großer Iglu, in dem wir es sehr fein gehabt haben. Ein großes „Danke!“ gilt den Errichtern.

Abstieg zum Skidepot
Irgendwann mussten wir aber auch da wieder raus und haben uns – jetzt mit dem Wind von der Seite bzw. im Rücken – wieder zum Skidepot am Vorgipfel hinuntertreiben lassen. Die Optik meiner Kamera war inzwischen völlig eingefroren und daher musste ab diesem Zeitpunkt das Smartphone für die Dokumentation herhalten. Dort wurden jetzt auch noch die Schuhe in den Abfahrtsmodus getrimmt, die Skier vorsichtig angeschnallt und dann stand der langen Abfahrt nichts mehr im Wege.

Abfahrt vom Preber
Rainer hat auch hier großartige Steherqualitäten bewiesen und ist - obwohl der vom Wind gepresste Schnee stellenweise sehr schwer zu fahren war – in imponierender Manier abgefahren. Immer wieder war wegen weiterhin starker Böen zudem die Sicht eingeschränkt. Viele kleine Päuschen haben wir uns in besonders stürmischen Momenten gegönnt, auch um die Muskeln wieder zu lockern.

Beginn der Wegabfahrt
Nach unten hin ist die Sicht dann besser, der Schnee durch die Sonneneinstrahlung aber noch herausfordernder geworden. Nach dem Abschwingen am präparierten Weg bei der Halterhütte war daher einmal Durchschnaufen angesagt. Danach haben wir uns am Weg nach unten treiben lassen und beim Gatter oberhalb der Ludlalm abgeschnallt.

Hirschbraten
Jetzt war nach dem Verstauen der Ausrüstung im Auto die Einkehr zum Hydrieren und Anwärmen längst überfällig. Brigitte und Andrea, die untertags auf der Preberseeloipe unterwegs gewesen war, haben uns in der Ludlalm erwartet. Der Heinrich wäre nicht zufrieden, wäre es bei der dort gelöffelten Kasknödelsuppe geblieben. In der Krakau angekommen sind wir dann gleich noch einmal eingekehrt. Der Hirschbraten oder das Duo vom Krakauer Weiderind, die uns beim Stigenwirth serviert worden sind, wäre sicher auch nach seinem Geschmack gewesen.

Brigitte zieht Spuren neben der Piste; re. oben die Ulrichskirche
Der nächste Tag war dann bei Kaiserwetter dazu geeignet die Schönheit der Gegend zu genießen. Während Armin Höfl mit neuem Streckenrekord von 46 min 51 sec (Gratulation an den Armin!) den Preber hinaufgerannt ist, haben Lisi, Andrea, Rainer und ich einen ausgiebigen Spaziergang im Etrachgraben unternommen. Danach haben wir noch die Ulrichskirche am Hollerberg, ein spätgotisches Kleinod, besichtigt. Brigitte und Chris haben am letzten Tag der heurigen Saison die ausgezeichneten Verhältnisse am Krakauer Tockeneralmlift noch einmal ausgenützt und sind dort viel auf und neben der Piste unterwegs gewesen.



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