Tockneralm

am 31.12.2020

Tockneralm 2.304 m - 1.000 Hm

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mit dabei:
Chris,Lisi und Philipp


Jahresabschluss auf der Tockneralm
Eine Jahresabschlusstour hat bei uns schon seit vielen Jahren Tradition. Bei Bewegung an der frischen Luft gemeinsam auf das abgelaufene Jahr zurückzublicken, ist uns ein besonderes Anliegen. In diesem von der Pandemie geprägten Jahr hat diese Rückschau natürlich einige Momente zutage gefördert, die geplant waren, in Folge der einschränkenden Maßnahmen aber nicht erlebt werden konnten. Umso dankbarer sind aber jetzt für so vieles, das innerhalb der Familie trotzdem so positiv verlaufen ist. Und vor allem diese Veränderungen, Ereignisse und Erlebnisse haben wir im Laufe der Silvestertour noch einmal im Kopfkino ablaufen lassen.

Getrennte Anreise
Zum zweiten Mal in dieser Saison und auch zum zweiten Mal in Folge zum Jahresabschluss war die Tockneralm das Tourenziel. Als eine der Folgen der Pandemie ist es uns derzeit - ökologisch eigentlich eine Farce - verwehrt, alle gemeinsam in einem Fahrzeug anzureisen. Deswegen haben Philipp und ich wieder einmal unseren Mund-Nasenschutz drübergestülpt und sind getrennt von Chris und Lisi auf die Krakauer Klausen angereist. Zufällig sind wir dort fast auf die Sekunde gleichzeitig angekommen.

Aufstieg am Niederfeld
Entlang desselben Aufstiegsweges wie bei der Tour vor Weihnachten sind wir unter bewölktem Himmel angestiegen. Wieder haben wir uns auf Höhe der Baumgrenze eine Trinkpause genehmigt. Weil wir unterwegs auch immer wieder einmal im Rahmen der Jahresrückschau unseren Gedanken nachgehängt sind, waren wir um ein paar Minuten langsamer als beim letzten Mal am Hochfeld.

Die letzten Meter zum Kreuz am Hochfeld
Weil der ursprünglich angedachte weitere Weg hinauf zum Gipfel vollkommen im Nebel verborgen war, haben wir beschlossen, das große Kreuz als Tourenziel zu erklären und hier einen Dank für all das Gute im letzten Jahr nach oben zu schicken.

Campeao!!!
Auch meinem portugiesischen Herzensverein, dem FC Porto hat das abgelaufene Jahr eine Vielzahl von Erfolgen beschert, die wir leider zum allergrößten Teil nur vor der Mattscheibe miterleben konnten. Meisterschaft, Cupsieg und zuletzt den gewonnenen Supercup gab es zu feiern und in der Championsleague geht es nach der Winterpause im Achtelfinale weiter.

Gefrierender Nebel
Während des folgenden Umrüstens für die Abfahrt hat sich die Wolkenbasis weiter abgesenkt und der gefrierende Nebel hat uns eingehüllt. Obwohl wir uns ziemlich gesputet haben, waren wir bald einmal von einer dünnen Eisschicht überzogen. Das wäre noch nicht weiter schlimm gewesen, aber auch die Brillen waren bald einmal nicht mehr funktional.

Abfahrt zur Tocknerhütte
Entsprechend schaumgebremst haben wir die Abfahrt über das Hochfeld im Whiteout begonnen. Ab der Nebeluntergrenze ist die Sicht etwas besser geworden. So konnten wir uns in den flachen Rinnen hinunter bis zur Tockner Hütte jene Passagen suchen, in denen der eingewehte Pulverschnee einen Fahrspaß versprochen hat.

Abfahrt zur Tocknerhütte
Dieses Versprechen hat er auch gehalten. Entsprechend schnell haben wir die Höhe abgebaut, eingebremst nur einmal durch ein technisches Gebrechen an Philipps Skischuh. Ab der Hütte ging es dann am Forstweg und durch den lichten Hochwald zurück zur Aufstiegsspur. Hier war die Neuschneeauflage auf dem kompakten Harschdeckel ein Garant für den gegenüber dem letzten Mal wesentlich gesteigerten Abfahrtsgenuss.

Abfahrt entlang der ehemaligen Rennstrecke
Entlang der ehemaligen Abfahrtsstrecke ging es danach flott talwärts. Wieder sind wir nach rechts hinaus zum ZAMG Schneepegel beim Wasserreservoir und von da über die Fuchsgrube zum Ausgangspunkt der Tour abgefahren. Mit einem Glas Muskateller Frizzante von unserem Lieblingsweinbauern Adam am Schererkogel www.adam-schererkogl.at/ haben wir noch auf den Jahresausklang angestoßen – selbstverständlich mit dem gebührenden Abstand. Ein Stück Kletzenbrot dazu, dies abermals als nicht zufriedenstellende Information für den Heinrich, war der feste Bestandteil dieses Einkehrschwungs im Freien.

Anstoßen mit Distanz
Nach dem Friedhofsbesuch ging es wieder heimwärts. Und dass es als Ersatz für meinen Kulinarikkritiker auch kein Bilddokument vom abendlichen Linseneintopf mit Speck vom heimischen Herd gibt, ist wohl dem großen Hunger zuzuschreiben. Dieser hat bewirkt, dass der Inhalt der übervollen Schüssel schon verdrückt war, bevor der am Berg eingefrorene Fotoapparat so richtig auftauen konnte.

Prosit 2021!
Abschließend wünsche ich allen Besucherinnen und Besuchern meines Weblogs viel Glück, Gesundheit und Freude für 2021, vor allem aber eine unfallfreie Tourensaison (und im Sinne des Heinrich uns allen die alsbaldige Möglichkeit für einen Einkehrschwung nach der Tour).



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