Weidschober

am 05.01.2021

Weidschober 1.789 m - 590 Hm (+ 50 Hm)

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mit dabei:
Antonia, Brigitte und Steffi


Der Weidschober im Winterkleid
Unsere achtjährige Enkelin Antonia hat schon länger den Wunsch geäußert, auch einmal auf Skitour mitzugehen. Beim Familienskifahren an den Krakauer Liften in den Weihnachtsferien hat sie deshalb intensiv neben und abseits der Pisten Geländefahren trainiert. Jetzt hat sie sich fit genug für ihre erste Skitour gefühlt. Auf ihren besonderen Wunsch sollte es eine „Mädchenskitour“ mit Mama, Omi und Lisi werden. Lisi hatte leider keine Zeit, aber Opa durfte auch mit, „weil er sich bei Skitouren gut auskennt“.

Aufstiegshilfen für Antonias Alpinski
Am Parkplatz bei der Abzweigung zum Schattensee haben wir angeschnallt. Bei Antonias Alpinskiern kamen die verstellbaren Steighilfen zum Einsatz, mit denen auch schon ihr älterer Bruder Sebastian – er war damals 6 Jahre alt – seine erste Skitour bestritten hat. Alte, von mir zugeschnittene Felle wurden mit Elektrikerdraht und Tape befestigt. Da bedurfte es nach wenigen Aufstiegsmetern schon einmal einer kleinen Nachjustierung.

Aufstieg zum Schattensee
Danach sind wir bis zum Schattensee angestiegen. Dort hatten wir bei unserem Sommeraufenthalt in der Krakau alle zusammen beim Wasserscheiben Schießen zugeschaut. Jetzt würden die Geschoße nicht mehr von der Wasseroberfläche abprallen, sondern in der Schnee- und Eisschicht stecken bleiben bzw. diese durchschlagen.

Antonia befreit ein Bäumchen von seiner Schneelast
Am See vorbei ging es am geräumten Forstweg weiter aufwärts. Antonia hat es sich offensichtlich zum Ziel gemacht, viele Bäumchen am Wegrand von ihrer schweren Schneelast zu befreien. Daher hat sie einige zusätzliche Aufstiegsmeter gemacht, indem sie vom linken zum rechten Wegrand und wieder zurück gependelt ist, um dies zu erledigen. Zwischendurch hat sie auch einmal ein kurzes Päuschen zur Stärkung eingelegt.

Kurzes Päuschen mit Panoramablick in die Krakau
Durch das Winterwonderland links und rechts des Weges haben wir zusehends an Höhe gewonnen. Zwischendurch gab es immer wieder einmal den einen oder anderen Ausblick in die Krakau zwischen den tief verschneiten Bäumen hindurch.

Aufstieg zur Weidhütte
Bei der letzten Weggabelung vor der Höhe haben wir uns für den nicht geräumten linken Weg entschieden, wohl wissend, dass beide zur Weidhütte führen. Jetzt endlich im „Tiefschnee“ unterwegs zu sein hat Antonia einen zusätzlichen Energieschub beschert.

Über das Hochmoor zur Weidhütte
Entsprechend flott ist sie uns hinauf zum Hochmoor und über dieses zur Weidhütte vorausgestiefelt. Und jetzt endlich nach der langen Zeit im Schatten (Nomen es omen – von irgendwo muss der Talort ja seinen Namen haben) in der wärmenden Sonne unterwegs zu sein, hat zusätzlich beflügelt.

Die letzten Meter zum Gipfel
Nach der Hütte sind wir entlang des Sommerweges noch ein Stück auf Skiern so weit angestiegen, bis uns ein umgestürzter Baum den Weg versperrt hat. Diesen auf Skiern zu umgehen war im doch recht steilen Gelände unmöglich. Ich habe daher unsere Skier aufgepackt und bin mit Antonia zuerst steil an-, danach in den Wurzelkrater wieder abgestiegen und ab da durch den Schnee in Richtung Gipfel gestapft.

Antonia am Gipfel
Am Gipfel habe ich Antonia mit ausreichend Schokoriegeln versorgt, habe ihr aufgetragen in der Sonne zu bleiben und bin gleich noch einmal bis zur Baumbarriere abgestiegen, um auch die „großen Mädchen“ bei deren Umgehung zu unterstützen.

Schlussanstieg der „großen Mädchen“
Als dies geschafft war und wir gemeinsam zum Gipfel angestiegen sind, ist uns Antonia schon wieder entgegengesprungen, hat uns von der erfolgreichen Vertilgung einer großen Anzahl von Schokoriegeln berichtet und ist uns nach oben vorausgestapft.

Gipfelfreude am Weidschober
Gemeinsam haben wir uns dann noch über den Gipfelsieg auf Antonias erster Skitour gefreut. Die Felle wurden abgezogen, Bindungen umgestellt, Antonias Aufstiegshilfen im Rucksack verstaut, das Schuhwerk in den Abfahrtsmodus getrimmt und die Helme aufgesetzt. Jetzt stand der Abfahrt nichts mehr im Wege.

Abfahrt am Gipfelhang
Antonia hat am steilen Gipfelhang ihr abseits der Pisten erworbenes Können im Geländefahren demonstriert und ist bravourös hinunter gecarvt. Auch die „großen Mädchen“ sind flott nachgefahren. Ab der Hütte ging es entlang der Aufstiegsspur weiter abwärts. Auch der ungeräumte Weg bis zur Weggabelung wurde von Antonia als „Tiefschnee“ gefeiert.

Flotte Wegabfahrt vom Weidschober
Danach gab es dann nur mehr das geordnete Hinunterbrettern auf der Forststraße. Ohne Unterbrechung ging es - mit der gebotenen Vorsicht in unübersichtlichen Kurven - abwärts. Ich musste zwischendurch einmal eine kurze Erholungspause einfordern.

Abfahrt vorbei am Schattensee
Für Antonia war die Abfahrt, als wir im Flachstück beim Schattensee einige Stockschübe benötigten, viel zu kurz und viel zu schnell vorbei. Sie hat - das nicht ernst gemeinte - Angebot, noch einmal anzusteigen, sofort akzeptiert und auf der Stelle umgedreht.

Verdiente Belohnung für eine großartige Leistung
Wir konnten diesen Elan auf ein andermal vertrösten und sind dann noch bis zum Beginn des Siedlungsgebietes weiter abgefahren. Über das letzte geschotterte Stück des Weges haben wir unsere Skier bis zum Parkplatz getragen und dort die Tour beendet. Antonia durfte jetzt die verdiente, in Schokolade gegossene Belohnung für ihre großartige Leistung auf ihrer allerersten Skitour entgegennehmen. Und auch den „großen Mädchen“ gebührt ein dickes Lob.



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