Nocky Mountains

am 12.01.2021

Wöllaner Nock 2.145 m, Kleiner Nock 2.000 m - 1.410 Hm

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mit dabei:
Andreas, Andi und Karlheinz


Aufstieg am Alten Almweg
Die Afritzer Berschn freuen sich so sehr darüber, dass sie wegen der guten Schneelage ihre Hausberge endlich einmal vom Talboden aus mit Skiern begehen können. Daher war das nächste Tourenziel bald gefunden und mögliche Alternativen, die man ja in „normalen Wintern“ auch begehen kann, gleich wieder verworfen. Ich freue mich mit ihnen, eröffnet sich für mich doch damit die Möglichkeit, noch viel Ministranten-, Landjugend- und Fußballergeschichten aus ihrer Kindheit und Jugend zu erfahren. Diesen Fundus anzuzapfen gelingt halt mit dem Blick auf die Heimat offensichtlich besonders gut.

Aufstieg entlang des Feldpannbaches
Direkt vom benachbarten Felder See sind wir zwar diesmal nicht weggegangen, aber schon recht weit unten im Tal. Nach der Auffahrt von Feld am See haben wir uns beim Mautschranken neben der Straße zur Feldpannalm eingeparkt. Während einige Tourengeher an uns vorbeigefahren sind, haben wir sofort angeschnallt und sind entlang des tiefverschneiten Alten Almweges angestiegen. Nach einem kurzen Stück auf der Mautstraße sind wir wieder nach links abgezweigt und immer entlang des Feldpannbaches weiter angestiegen. Erst knapp unterhalb der Almhütten sind wir wieder auf die Mautstraße gestoßen.

Aufstieg im Stall
Über diese ging es dann weiter bis zu den Hütten. Am Hüttendorf vorbei sind wir dann weiter aufwärts in Richtung Kaiserburg. Im Kar darunter (Stall) haben wir aber die Abzweigung nach rechts genommen und sind in einigen Kehren auf den Kleinen Nock (kärntnerisch: Klanan Nock) aufgestiegen. Diesen übersteigend ging es dann nach Osten zuerst kurz abwärts und dann hinauf auf den Wöllaner Nock (käntnerisch. WLAN a Nock). Nach einer Aufstiegszeit von 3 Std 5 min (mit einer Trinkpause und zweier kurzer Servicestopps für Karlis revoltierende Bindung) haben wir den Gipfel erreicht.

Wöllaner Nock 2.145 m
Jetzt war endlich Zeit, sofern wir das nicht schon während des Aufstiegs getan hatten, den Blick auf die vielen uns umgebenden Gipfel nah und fern zu richten. Vom in der Vorwoche bestiegenen Mirnock vis a vis, zu den Hohen Tauern dahinter bis hin zu den Karawanken und Juliern im Süden. Viel gab es da zu schauen und viele dieser Berge haben wir irgendwann auch schon bestiegen.

Abfahrt vom Wöllaner Nock
Daneben haben wir umgerüstet. Anfangs gab es bei der Abfahrt in Richtung Westen noch Presspulver, dann aber sind wir links und rechts neben der mäßig ausgeprägten Rinne im nach unten hin immer besser werdenden kalt konservierten Paradepulver abgefahren. Ganz unten im Stall sind wir wieder auf unsere Aufstiegsspur gestoßen und haben dort gleich noch einmal aufgefellt.

Pulverabfahrt vom Kl. Nock
Danach ging es in 25 Minuten abermals hinauf auf den Kleinen Nock. Dort hatten wir beim ersten Anstieg noch vollkommen unberührte Flächen im Nordsektor gesehen. Und diese wollten wir uns nicht entgehen lassen. Während des Umrüstens haben wir noch einmal die freie Sicht in Richtung Süden zum Verorten einzelner Gipfel genutzt. Anschließend ging es in das abfahrerische Highlight dieser Tour, der Abfahrt in den Stall.

Pulverabfahrt vom Kl. Nock
Von oben bis unten hat der Pulverschnee mit Raureifauflage gestaubt und jeder Schwung war ein Genuss. Bei der Fahrt weiter hinunter in Richtung Hüttendorf haben wir versucht, etwas oberhalb des Aufstiegsweges im leicht verspurten Gelände noch einige Schwünge zu ergattern. Knapp oberhalb der ersten Hütten hat uns ein Stacheldrahtzaun eingebremst. Beim Versuch ihn aus dem Stand zu überspringen habe ich nicht nur einen kapitalen Köpfler fabriziert, sondern mir auch ein Loch in meine Skitourenhose gerissen. Na ja, die Gier!

Abfahrt entlang des Feldpannbaches
Nach den Hütten sind wir kurz auf der Mautstraße und dann weiter am Aufstiegsweg entlang des Felpannbaches abgefahren. Obwohl dieser stellenweise recht schmal ist, war die Abfahrt wegen der dicken Pulverschneeschicht darin absolut perfekt. So haben wir entlang der vereisten Katarakte hinunter gejauchzt. Schließlich sind wir wieder auf der Mautstraße gelandet. Den allerletzten kurzen, sehr holzigen Abschnitt des Alten Almweges oberhalb des Mautschrankens haben wir uns geschenkt und sind daher die letzte Kehre am Rand der Mautstraße ausgefahren.

Ein „Prost!“ auf den Tourenjubilar
Nach dem Abschnallen hat Andreas als besondere Überraschung eine gut gekühlte Flasche Winzersekt aus der Südsteiermark aus dem Kofferraum gezaubert und jedem von uns ein Glas eingeschenkt. Der Anlass war seine soeben absolvierte 400. Skitour. Da war es auch besonders passend, dass bei dieser auch sein Tourenpartner der ersten Stunde, Namensvetter Andi, dabei gewesen ist. Auch hier noch einmal „Berg Heil!“ und „Herzlichen Glückwunsch!“

Einkehrschwung am Parkplatz vor dem Lebensmittelmarkt
Andi hat sich wieder in Richtung Salzburg verabschiedet, Andreas, Karli und ich sind wieder bei der Fischzucht gelandet und haben uns sowohl mit Frischfisch, als auch mit gebeizten und geräucherten Laxn eingedeckt. Dann ging es nach Afritz zum schon gewohnten Einkehrschwung im Freien am Parkplatz des Supermarktes vor dem geöffneten Kofferraum. Der Unterschied zum letzten Mal war neben dem besseren Wetter diesmal die Biersorte. Dieses kam nicht aus dem benachbarten Villach, aber doch aus Kärnten, nämlich aus Hirt.

Gebeizter Mirnocklachs
Dann ging es wieder nach Hause, wo - und das wird den Heinrich ein bisschen aufmuntern, der gebeizte Fisch auf den Tisch kam. Dazu gab es auch noch sehr passend einen Saiblingskaviar, den mir Gisela hat zukommen lassen. Dieser war eine Geschmacksexplosion und ich sage hier noch „Vergelt’s Gott!“ dafür. Am darauffolgenden Tag hat dann auch noch der frische Fisch den Weg auf unseren Esszimmertisch mit Umweg über die Bratpfanne gefunden. Begleitet wurde er von einem Paprika-Mango Gemüse und Basmati Reis. Deswegen gibt es nach der langen kulinarischen Durststrecke heute als Ausgleich einmal eine doppelte Bildnachricht für den Heinrich.
Kärntner Laxn mit Paprika-Mango Gemüse und Basmatireis



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