Lärchkogel

am 26.02.2021

Lärchkogel 1.894 m - 820 Hm

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mit dabei:
Brigitte


Lärchkogel 1.894 m
Seit unserer letztwöchigen Tour haben Brigitte und ich am Sonntag (mit der Familie) und am Dienstag zwei herrliche Pistenskitage gemeinsam verbracht. Das Tagesprogramm für den heutigen Freitag haben wir offengelassen. Nach meiner gestrigen Heimkehr von der Tour auf das Feldeck hat sie den Wunsch geäußert, heute wieder gemeinsam einen Berg zu besteigen. Das mögliche Ziel hat sie mit dem Lärchkogel auch gleich einmal genannt.

Schneeketten für die Zufahrt
Um zum Ausgangspunkt im Weitentalgraben zu kommen haben wir in Hinterlobming bei der Anfahrt erst einmal Schneeketten montiert. Ein mit diesen nicht ausgestatteter AUDI- Fahrer ist uns gerade dort, wo die Schneekettenpflicht mittels Verkehrsschild signalisiert wird, nach einer Fahrt über 2 km im Retourgang begegnet. Hatte ich bis dahin noch spekuliert, sie allenfalls bei Bedarf - wie beim letzten Mal - für die Bergabfahrt aufzulegen, so war diesmal die Entscheidung schnell gefällt. Auf dem vollkommen vereisten Weg war ich dann über diese Entscheidung sehr froh, obwohl zwei weitere Fahrzeuge mit 4 WD Antrieb ohne Ketten hinaufgefahren waren.

Aufstieg zum Zechnerboden
Auch der Beginn der Tour unterhalb und entlang der Rodelpiste ging über einige sehr stark vereiste Passagen. Jeder Schritt wurde daher mit Bedacht gesetzt oder auch einmal in die weniger vereiste Böschung ausgewichen. Brigitte hat - auch wegen der kühlen Außentemperatur im schattigen Graben - ein flottes Tempo angeschlagen. Nach dem Starthaus der Rodelbahn mehren sich die sonnigen Abschnitte. Genussvoll sind wir da weiter bis hinauf zum Zechnerboden angestiegen.

Aufstieg zur Zechneralm
Kurz haben wir uns im schattigen Bereich unterhalb des Anstiegs zur Zechneralm noch gesammelt und sind dann zuerst nach links und dann in einem langen Rechtsbogen bis zur Hütte angestiegen. Wenn man dort üblicherweise an der Sonnenseite Rast macht, so haben wir diesmal wegen der starken Sonneneinstrahlung den Hüttenschatten für unsere Trinkpause gesucht.

Aufstieg zum Lärchkogel
Die etwas steilere Geländestufe oberhalb der Hütte hat keine durchgehende Schneedecke mehr. Im Anstieg ist dies ja kein Problem, für die spätere Abfahrt haben wir uns schon einmal eine Route, auf der man möglichst wenig zwischen den Schneefleckerln hupfen muss, zurechtgelegt. Weiter hinauf bis zum Melkboden gab es dann wieder eine durchgehende Schneedecke. Die für den Anstieg ab hier erwartete Brise hat sich nicht eingestellt. Dem Schweißfluss galt es daher mit vermehrter Flüssigkeitszufuhr entgegenzuwirken.

Gipfelfreude
Mit der freien Rundumsicht oberhalb der Baumgrenze haben wir uns später beim Anstieg hinauf zum Lärchkogel immer wieder einmal einen kurzen Stopp zum in die Ferne schauen gegönnt. Immer der Sonne entgegen, die nicht mehr so stark vom Saharastaub gedämpft war wie an den Vortagen, ging es hinauf bis zum großen Kreuz am höchsten Punkt. Dort haben wir dann den Gipfelaufenthalt bei vollkommener Windstille zelebriert. So völlig alleine auf diesem sonst so vielbegangenen Berg zu sein, war auch für mich eine neue Erfahrung.

Abfahrt vom Lärchkogel
Jede noch so schöne Zeit hat irgendwann ein Ende. Nach dem Umrüsten sind wir in die Abfahrt gestartet. Auf einem sehr gut tragfähigen Harschdeckel ging es entlang der Aufstiegsroute wieder talwärts. Am Rand der Wechte zum Seetal hat sich der Firn geschmiert. Eine Abfahrt ins Seetal hätte sicher bessere Schneequalität geboten als der stellenweise infolge vieler Trittspuren etwas ruppige Bereich hinunter zum Melkboden. Am Fuß des Seetals wären wir aber mit großer Wahrscheinlichkeit im Faulschnee versunken.

Schneefleckerhupfen in der Geländestufe zur Zechneralm
Daher haben wir uns bis zum Melkboden hinunter etwas durchschütteln lassen. Ab da war dann wieder schmieriger Firn die uns besänftigende Unterlage bis zur Steilstufe. Jetzt war bis zur Hütte hinunter ein bisschen Kreativität beim Schneefleckerlhupfen gefordert. Von da bis zum Zechnerboden gab es dann wieder durchgehenden, etwas tiefen Schnee.

Zurück am Ausgangspunkt
Nach den wenigen Metern Gegensteigung war dann nur mehr kontrolliertes Abfahren auf der in den sonnigen Passagen oberflächlich aufgefirnten, vielfach aber eisigen oder pickelharten Unterlage angesagt. Sehr flott waren wir wieder am Sommerparkplatz. Auf der ebenso stellenweise immer noch eisig harten Rodelpiste ging es dann zurück zum Ausgangspunkt der Tour. Brigitte hatte dank ihrer skifahrerischen Klasse im gesamten Verlauf der Abfahrt auf unterschiedlichstem Untergrund (von Eis bis ausgeapertem Waldboden ;-)) nie ein Problem.

„Einkehr“ in St. Stefan
Nach dem Verstauen der Ausrüstung ging es dann zum motorisierten Eislaufen. Dank der in der Früh montierten Ketten war die schaumgebremste Talfahrt über spiegelnde Flächen aber unproblematisch. In Hinterlobming kamen die Fahrhilfen wieder runter. Vorbei an gerade im Aufblühen befindlichem Frühjahrserika, der riesige Waldflächen im Murtal und den angrenzenden Seitentälern bedeckt, ging es talauswärts. In St. Stefan haben wir einen Zwischenstopp eingelegt. Wenn ich dem Heinrich nun berichte, dass wir uns am Parkplatz vor dem Lebensmittelmarkt abermals mit Leberkäse gestärkt haben, so wird ihn das nicht wundern.



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