Hohe Veitsch

am 01.03.2021

Hohe Veitsch 1.981 m - 850 Hm

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mit dabei:
Steffi


Gipfelfreude auf der Hohen Veitsch
In den vergangenen Jahren hat es das eine oder andere Mal pünktlich zum meteorologischen Frühlingsbeginn einen massiven Wintereinbruch gegeben. Heuer sollte der erste Tag des meteorologischen Frühlings von der Prognose her seinem Auftrag gerecht werden. Für Steffi an ihrem freien Tag und mich war dies ebenso ein Auftrag, eine sonnenbeschienene Südseite zu besuchen. Und da ist uns die schon im letzten Winter einmal besuchte Veitsch eingefallen.

Aufstieg entlang der Touren-Skiroute
Weil die niedrigen nächtlichen Temperaturen in Verbindung mit der Abstrahlung in der Früh eine sehr harte bis eisige Schneedecke erwarten ließ, haben wir unseren Start etwas nach hinten verschoben. Beim GH Scheikl sind wir dann gestartet und anfangs entlang der ausgeschilderten Skiroute gemütlich bis zur Bergstation des Sonnleitenliftes angestiegen. Alle Kehren sind wir dabei ausgegangen und haben alle möglichen Abkürzungen links oder rechts liegen lassen. Das hat uns die Möglichkeit gegeben, nebeneinander herzugehen und viel zu plaudern.

Aufstieg entlang des Graf Meran Steigs
Gleich oberhalb der Bergstation haben wir kurz angehalten und die Harscheisen montiert. Ab da hat Steffi im steiler werdenden Anstieg entlang des Graf Meran Steiges wieder ihre Standfestigkeit bewiesen. Einzig eine ausgeaperte Unterbrechung des Schneebandes, an der wir abschnallen mussten, hat kurz an ihrer Balance gerüttelt. Aber kaum hatten wir wieder angeschnallt, ist sie wieder trittsicher aufwärts marschiert. Auf Skiern fühlt sie sich eben besonders wohl. Auch bei den Spitzkehren hat sie ihre Steigfähigkeit im steilen Gelände unter Beweis gestellt.

Ausstieg auf die Hochfläche beim Graf Meran Haus
Im flacher werdenden Übergang zur Hochfläche haben wir uns eine kurze Pause zur Stärkung gegönnt. Während viele gleichzeitig Ansteigende geradeaus weiter nach oben gegangen sind, haben wir danach den Weg rechts am Graf Meran Haus vorbei genommen und sind etwas flacher und fast alleine weiter angestiegen. Am Schluss sind wir in einem Bogen von Osten die letzten Meter zum auch an einem Montag recht gut besuchten Gipfel angestiegen.

Abfahrt über die Hochfläche
Bei vollkommener Windstille - eine Rarität hier oben - haben wir unseren Gipfelaufenthalt genossen. Im Wissen, dass der Firn in der Schallerrinne auch eine halbe Stunde später noch bestens fahrbar sein würde, hatten wir überhaupt keine Eile. Nach dem Umrüsten haben wir angeschnallt und die Abfahrt begonnen. Vom ersten Meter an war klar, dass sich der späte Start und die Wartezeit gelohnt hatten, weil auch auf der Hochfläche die Schneedecke aufgegangen war.

Einfahrt in die Schallerrinne
Während wir im Vorjahr durch die zentrale Schallerrinne abgefahren waren, haben wir uns diesmal die westliche Rinne vorgenommen. Daher sind wir an den rechten Rand der Hochfläche gefahren. Eine ganz kurze ausgeaperte Stelle haben wir überstiegen, dann sind wir in die Rinne eingefahren. Steffi war jetzt erst recht in ihrem Element auf Skiern. Einmal Fahrt aufgenommen, ist mein großes Mädchen jubelnd an mir vorbei gebraust und bis zur Rinnenmitte nicht mehr stehen geblieben.

Abfahrt durch die Schallerrinne
Ich bin hinterhergefahren und habe mich kurzzeitig um mehr als ein Vierteljahrhundert zurückgesetzt gefühlt. Da bin ich sehr oft meinem damals noch kleinen Mädchen und ihrem jüngeren Bruder Chris bei diversen Skiausflügen hinterhergehechelt, wenn sie am Rand von Pisten Waldwege, „Geisterbahnen“, Lichttrassen oder Seilbahntrassen befahren haben. Ich habe mich mit meinen damals noch mehr als 2 m langen Pistenskiern hinterhergeplagt und sicher auch viel Angstschweiß vergossen. Wenn ich einmal vorausgefahren bin, so sind mir die beiden im Zentimeterabstand hinterhergebrettert und ich habe mich nicht zu bremsen getraut. Ich mag gar nicht daran denken, dass Skifahren ohne Helm damals noch lege artis war. Gottlob ist nie etwas passiert.

Pistenabfahrt
Der nur 1,70 m lange Tourenski hat das Nachfahren über die Buckelpiste in der Schallerrinne zum Genuss gemacht. Einige kurze Verschnaufpausen haben wir uns schon gegönnt, aber in Null Komma Nix waren wir nach der finalen Schrägfahrt nach links hinaus wieder auf Höhe der Schlepplift Bergstation. Ab da war dann noch genussvolles Carven auf der ebenso aufgefirnten Piste angesagt. Wenige Meter neben dem geparkten Auto haben wir wenig später abgeschnallt und die Ausrüstung darin verstaut.

Parkplatzeinkehr in Mitterdorf
Weil der Scheikl - zumindest an diesem Tag - keine Verpflegung zur Abholung angeboten hat, sind wir noch bis Mitterdorf gefahren, bevor wir etwas zum Beißen zwischen die Zähne bekommen haben. Der Heinrich wird beim Anblick des Fotos nebenan das Lesen schon eingestellt haben, weil es halt wieder einmal nur eine Leberkäsesemmel geworden ist, die wir am Parkplatz verzehrt haben. Am 27. März sperrt ja die Gastronomie wieder auf und ich verspreche schon jetzt, dass wir ganz sicher nach jeder Tour ein Lokal mit einem Gastgarten finden werden.



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