Greim

am 08.03.2021

Greim 2.474 m - 830 Hm

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mit dabei:
Steffi



Rutschige Auffahrt
Nach der ausgedehnten gestrigen Tour mit Sohnemann Chris und Schwiegertochter Lisi stand heute die fast schon traditionelle Montagstour mit Tochter Steffi als nächste Familienskitour am Plan. Über Nacht hatte sich der Winter kurz zurückgemeldet und daher war die Auffahrt von Pöllau am Greim zur Greimhütte die erste Herausforderung auf der Tour. Der Neuschnee hatte einige Eisplatten gut zugedeckt und daher war es zwischendurch und gegen Ende eine kleine Rutschpartie. Aber die Schneeketten durften diesmal im Kofferraum bleiben.

Start am Parkplatz bei der Greimhütte
Am Ausgangspunkt der Tour war es deutlich wärmer als am Vortag. Die Wetterprognose hatte uns „Aprilwetter“ prophezeit. Das hat sich dann auch eingestellt. Von Beginn an haben sich sehr sonnige Abschnitte mit kurzem Schneegestöber zwischendurch abgewechselt. Und manchmal hat es dann - so ganz oben am Gipfel - auch noch bei völlig blauem Himmel im Wind hergeschneit.

Stetiger Höhengewinn beim Anstieg zum Greim
Entlang des Sommerweges sind wir anfangs angestiegen und oberhalb der Waldgrenze in die Greimrinne hinein gequert. Weil die Altschneedecke unter der Pulverauflage darin aber sehr hart war, sind wir wieder nach rechts hinaus und dort auf griffigem Schnee in vielen Kehren höher gestiegen. Auf einer Seehöhe von 2.100 m haben wir uns eine Trinkpause genehmigt. Danach ging es weiter aufwärts.

Anstieg zum Greim
Zum Ende hin sind die Schneeflächen immer inhomogener geworden. Abgeblasene, pickelharte Bereiche haben sich mit eingeblasenem Triebschnee abgewechselt. Der letzte Aufschwung war dann nur mehr hart bis eisig. Und die Sonne hatte wegen des gleichzeitig blasenden kalten Windes keine Chance daran etwas zu ändern.

Gipfelanstieg
Daher sind wir etwas früher nach links hinaus gequert und haben den Skianstieg beendet. Jetzt hat Steffi aber, sobald sie ihre Skier abschnallt, mit den klobigen Skibergschuhen an den Beinen etwas Sorge um ihre Standfestigkeit. Jeder Schritt auf den harten Schneeresten bzw. dem Geröll und den ausgeaperten Graspolstern dazwischen hinauf in Richtung Gipfel hat sie daher doppelt mit ihren Stöcken abgesichert. Einige Minuten länger waren wir daher am Weg, aber sie hat sich heroisch nach oben gekämpft.

Gipfelfreude
Der Lohn war dann unser gemeinsames Gipfelerlebnis unter völlig blauem Himmel – gepaart mit ein bisschen Schneefegen aus einer Wolke irgendwo seitlich daneben. Wir haben uns unter dem neuen Gipfelkreuz, bei dem mir der Christuskorpus, der das alte Kreuz geziert hat, fehlt. Vielleicht kommt er ja noch drauf, weil es da weit oben eine sehr große, sonst eher sinnentleerte Schraube gibt.

Fahrspaß vom ersten Schwung an
Danach ging es entlang unseres Aufstiegsweges wieder abwärts zum Skidepot. Steffi hatte mittlerweile ihre Trittfestigkeit entdeckt und daher waren wir sehr flott wieder bei ihren Lieblingssportgeräten angelangt. Nach dem Abfellen haben wir angeschnallt und danach stand dem puren Abfahrtsvergnügen nichts mehr im Wege.

Sichtlicher Fahrspaß
Und hat mein Mädchen in der Vorwoche über die Schwünge im Firn der Schallerrinne gejubelt, so hat sich dies heute im Pulverschnee der Greimrinne wiederholt. Unglaublich flott ist sie durch die wegen des unruhigen Untergrunds stellenweise nicht ganz so leicht zu fahrende flockige Auflage gecarvt und hat dabei lauthals gejauchzt. Da schaut man als Papa gerne nach und freut sich.

Schöner Pulver auch im steileren Teil der Rinne
Viel zu schnell waren wir wieder an jenem Punkt in der Rinne, wo wir uns über den weiteren Abfahrtsweg entscheiden mussten. Nach unten hin wären zwar anfangs noch ein paar schöne Schwünge möglich gewesen, im engen Schlauch zum querenden Weg hin, hat es aber nicht mehr so wirklich einladend ausgeschaut. Daher haben wir uns für eine Abfahrt entlang unserer Aufstiegsroute entschieden.

Sonniges Lachen im leichten Schneetreiben
Dabei haben wir auf den freien Flächen wegen des in niedrigerer Seehöhe schön aufgefirnten Schnees auch diese Art der fahrbaren Unterlage noch mit Handkuss mitgenommen. Auch einige engere Passagen waren bestens fahrbar und wenig später haben wir am großen Parkplatz direkt neben dem Auto – auch heute dem einzigen dort noch stehenden (es waren aber nie mehr als 3 an diesem Tag ;-)) – abgeschwungen.

Durchs Hinteregger Tor nach Oberwölz
Die Ausrüstung wurde im Auto verstaut und die wegen mittlerweile vielfach weggetauter Neuschneeauflage unproblematische Talfahrt konnte beginnen. Am Heimweg sind wir noch mehrfach stehen geblieben und haben genussvoll auf den mittlerweile vollkommen wolkenfreien Tourenberg zurückgeschaut. Auch zum Zwecke der Nahrungsaufnahme – und das wird jetzt den Heinrich interessieren - haben wir die Heimfahrt noch einmal unterbrochen. Im historischen Stadtkern des Städtchens Oberwölz ist es aber für ihn - und auch für uns - wieder nur eine Leberkäsesemmel geworden, mit der wir unsere Energiespeicher wieder gefüllt haben. Wenn mein großes Mädchen (wie auch ihre ganze Familie) nicht so eisern an ihrem Süßkram-Fastengebot festhalten würde, für ihren Aufstieg und die Abfahrt hätte sie sich jedenfalls einen Schokoriegel verdient. Der wird aber dann ganz sicher irgendwann nach Ostern nachgeliefert.
Leberkäsesemmel in historischer Umgebung



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