mit dabei:
Andreas (Anderl)
Die bei der gestrigen Einkehr überschüssig zugeführte Energie sollte möglichst bald wieder sinnbringend verbrannt werden. Ein Tourentag bei Kaiserwetter hat dafür die beste Gelegenheit geboten. Andreas hat uns zum Ausgangspunkt beim Ebner in Johnsbach kutschiert. Bei -10 Grad sind wir in die Klamm gestartet und haben eine Zeit lang gebraucht um mit Hilfe der Muskelpumpe die beim Anschnallen etwas eingefrorenen Fingerspitzen wieder zu erwärmen.
Im Schafhüttelgraben hinauf zur Schröckalm ist uns aber bei flottem Gehtempo doch recht bald warm geworden. Knapp vor der Alm sind wir dann der Markierung weiter gefolgt, haben über die kleine Brücke den Bach überquert und sind nach rechts hinauf weiter angestiegen.
In der gut ausgetretenen Spur haben wir flott an Höhe gewonnen und nach einer Aufstiegszeit von 1 Std 55 min den Gipfel erreicht. Jetzt war es einmal an der Zeit den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und danach während der Jause das Panorama zu genießen.
Anschließend wurde für die Abfahrt umgerüstet und entlang der Aufstiegslinie ging es durch Pulverschnee wieder abwärts. Dabei ist uns auch schon einmal ein Jucherzer ausgekommen. Etwa 130 Höhenmeter unterhalb des Gipfels haben wir uns wieder eingebremst und zum Zwecke der Wiederholung des pulvrigen Vergnügens die Felle wieder aufgezogen.
In der Spur ging es wieder aufwärts und eine Viertelstunde später durften die Felle auch schon wieder herunter. Jetzt haben wir den zweiten Teil der Gipfeljause vertilgt und uns abermals viel Zeit zum Genießen des Bergpanoramas gegönnt.
Auch die folgende zweite Abfahrt hat uns wieder jubeln lassen. Jetzt ging es aber gleich weiter hinunter, vielfach in der Spur oder knapp daneben im (un)verspurten Gelände. Auch der Hang hinunter zur Schröckalm hat noch Platz für ein paar schöne Schwünge für uns bereit gehalten.
Nach der Bachquerung haben wir uns in den Weg hinein gestellt und uns – anfangs noch mit ein paar Stockschüben – talwärts treiben lassen. Auch dort, wo wir in der Früh entlang des Grabens die lange Wegkehre abgekürzt hatten, sind wir am Forstweg geblieben und so ohne einen einzigen Steinkontakt bis zum Portal des oberen Tunnels in der Klamm abgefahren.
Zur Schonung des Materials haben wir dort abgeschnallt und die Latten über die mit Steinen durchsetzte dünne Schneeauflage bis zum Bauernhof hinunter getragen. Auch über die Wiese mit der Raureifauflage sind sich noch ein paar Schwünge ausgegangen ehe wir – bei immer noch – 3 Grad – die Tour zu Mittag wieder beendet haben.
Einem gedrängten Zeitplan am Nachmittag ist die Einkehr zum Opfer gefallen. Nichts desto trotz haben wir noch dem Bergsteigerfriedhof in Johnsbach einen kurzen Besuch abgestattet. Die Kirche war leider zu, sodass die Weihnachtskrippe, die von mir um diese Jahreszeit als Zier vieler Gotteshäuser gerne besucht wird, uns leider verborgen geblieben ist.