Koralpe

mit dabei:

Andreas
Aufstieg hoch über dem Nebelmeer

Vor drei Tagen bin ich zusammen mit unserem ältesten Enkel Sebastian im Zuge der Sonderfahrten im Rahmen der Eröffnung der Koralmbahn zweimal durch den längsten Bahntunnel Österreichs mit 230 km/h durchgebraust. Heute ging es viel gemächlicher auf Skiern auf den für den Basistunnel namensgebenden Bergstock, der Steiermark und Kärnten trennt. Weil weit und breit keine nennenswerte Naturschneemenge vorhanden ist, ist es diesmal eine reine Pistenskitour geworden. Und dafür, dass man diese ohne Steinkontakt absolvieren kann, ist der Infrastrukturbeitrag von jeweils € 10,- schon gerechtfertigt.

Nachdem wir diesen am Parkautomaten entrichtet hatten, sind wir neben der Schirmbar bei der Talstation des Raiffeisenlifts gestartet. Entgegen bisheriger Anstiege haben wir dem doch etwas steileren Hipfllift den Rücken zugehkehrt und sind viel gemütlicher am Pistenrand der Raiffeisenpiste aufgestiegen. Hoch über dem Nebelmeer zu beiden Seiten des Berges ging es hinauf in Richtung Wasserhang und weiter in Richtung Koralmschutzhaus. Auch die von den Bediensteten der Austro Control mit ihrem Raupenfahrzeug befahrene Piste war mit einer perfekten Schneeauflage versehen.

Wärmende Sonnenstrahlen ab dem Koralm Schutzhaus
Gr. Speikkogel 2.140 m

Dieser Piste sind wir, ab dem Schutzhaus zwar voll in der Sonne, aber bei aufkommendem Wind weiter gefolgt. Nach den Kehren auf Höhe Steinschneider hat der Wind noch einmal etwas zugelegt und es war ziemlich frisch. Nach sehr gemütlichem Aufstieg haben wir schließlich das Gipfelkreuz am Gr. Speikkogel in einer Zeit von 1 Std 25 min erreicht. Direkt neben dem Kreuz haben wir abgeschnallt und sind die wenigen Meter zum Winterraum der Austro Control hinuntergestapft.

Von Witterungseinflüssen geschützt kann man hier mit dem Luxus einer Sitzbank sehr gemütlich jausnen und für die Abfahrt umrüsten. Diese hat uns danach entlang des Aufstiegsweges sehr flott wieder nach unten geführt.

Erste Talabfahrt
Steinschneider 2.070 m

Unten angekommen wurden aber gleich die Felle wieder aufgezogen und in einer Kopie des ersten Anstiegs ging es wieder hinauf zum Koralmschutzhaus. Bei der zweiten Kehre oberhalb davon sind wir jetzt aber geradeaus weitergegangen, hinauf zum großen Sender am Steinschneider. Mit einer Trinkpause auf halbem Weg haben wir diesen jetzt nach 1 Std 20 min gemütlichem Aufstieg erreicht.

Durch bauliche Teile des Betriebsgebäudes etwas abgeschirmt konnten wir halbwegs windgeschützt für die zweite Abfahrt umrüsten. Lange haben wir uns jetzt nicht aufgehalten und sind nach dem Umrüsten für die zweite Abfahrt anfangs über etwas ruppigem Untergrund und ab der Wegkehre genussvoll entlang des präparierten Weges abgefahren.

Der etwas ruppige Beginn der Abfahrt vom Steinschneider
Einkehr auf der Sonnenterrasse

Vor dem Koralm Schutzhaus haben wir aber schon wieder abgeschnallt. Dort, wo ich vor 55 Jahren – natürlich noch in der alten Hütte – während meines allerersten Schulskikurses einquartiert war, sind wir jetzt eingekehrt. Die herrliche Sonnenterrasse hat während unserer vorangegangenen Anstiege so einladend auf uns gewirkt, dass wir daran jetzt nicht vorbeifahren konnten.

Obwohl es auch zur Mittagszeit immer noch ziemlich frisch war, haben wir uns draußen in der Sonne hingesetzt. Und weil die aus Tirol stammenden neuen Pächter sehr schmackhaftes Essen anbieten, darf sich der Heinrich heute schon vor dem Ende der Abfahrt über seinen virtuellen Anteil freuen. Die von der freundlichen Wirtin servierten Käsespätzle haben genauso gut geschmeckt wie das Zuckerreinkerle mit Eierlikör zum Kaffee hinterher.

Käsespätzle
Zweite Talabfahrt

Derart gestärkt haben wir hinterher die Abfahrt fortgesetzt und sind zum Ausgangspunkt der Tour abgefahren.

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