Lahngangkogel

mit dabei:

Gerhard
Aufstieg entlang der Skiroute

Im Oberland hat es zwar ein bisschen geschneit, nichts desto trotz bleibt in dieser Saison die Suche nach Tourenzielen eine nicht leicht zu lösende Aufgabe. Wenn man durch das Paltental, dessen Talsohle so gut wie schneefrei ist, fährt, dann ist es nicht vorstellbar, dass es einige Höhenmeter weiter oben doch einigermaßen gute Schneeverhältnisse gibt. Da müssen offensichtlich die arbeitssamen Patres des Benediktinerstifts in Admont einen besonders guten Draht zu Petrus haben, der ihnen – neben dem selbst produzierten Kunstschnee aus der Beschneiungsanlage – auch regelmäßig Naturschnee für ihr kleines Skigebiet in der Kaiserau schickt. Und genau dort sind wir bei frostigen minus 7 Grad vom gebührenpflichtigen Parkplatz entlang der ausgeschilderten Route gestartet.

Wenn wir bisher fast immer über die Nordseite auf direktem Weg zum Westgipfel angestiegen sind, so sind wir diesmal weiter der Markierung gefolgt und in Richtung Wagenbänkalm angestiegen. Dies auch deshalb, da die Wetterprognose Wind aus Nordost angekündigt hatte. Und da haben wir uns mit dem Anstieg im Windschatten über die Wagenbänkalm bessere Verhältnisse erhofft.

Aufstieg zur Wagenbänkalm
1. Zwischenabfahrt zur Wagenbänkalm

Wir sollten insofern recht behalten, als zwar der Wind ausgeblieben ist, die Sicht auf der Südseite des Berges aber jedenfalls besser war. Schon während des Anstiegs von der Wagenbänkalm in Richtung Westgipfel ist der Entschluss gereift, gleich einmal mit einer Zwischenabfahrt bis hierher den Abfahrtsreigen zu beginnen. Nach dem Abfellen sind wir daher anfangs entlang der Aufstiegsspur und danach durch eine noch unverspurte Schneise etwas östlich der Wagenbänkalm genussvoll abgefahren. Über einen verschneiten Weg ging es zum Schluss zurück in Richtung Alm.

Am tiefsten Punkt haben wir wieder aufgefellt und nach einer kurzen Stärkung zur etwas weiter westlich verlaufenden Aufstiegsspur hinauf gespurt. Über diese ging es dann abermals aufwärts. Zum Schluss haben wir einen kleinen Schlenker zum etwas unterhalb des Westgipfels stehenden Gipfelkreuz, das wir beim ersten Anstieg ausgelassen hatten, gemacht. Danach sind wir die letzten Meter bis zum Gipfel angestiegen, haben diesen bis zur nächsten Erhebung im Gratverlauf überschritten und erst dort abgefellt.

Gipfelkreuz am Westgipfel
2. Zwischenabfahrt

Über die Flanke darunter haben wir unsere zweite Zwischenabfahrt gestartet. Durch leicht verspurtes Gelände ging es abermals genussvoll abwärts bis zum Almboden darunter. Dort haben wir wieder aufgefellt und den nächsten Anstieg gestartet. Vorbei an einem großen Gleitschneemaul, das sich auf einem nach SO ausgerichteten, mittelsteilen Hang gebildet hatte, ging es aufwärts.

Oben angekommen haben wir die Felle – sollten diese doch auch beim nächsten Anstieg immer noch halbwegs gut kleben – sorgsam wieder verstaut.  Dann sind wir in etwa in der Linie der ersten Zwischenabfahrt abermals bis zur Wagenbänkalm abgefahren. Außer den unsrigen von der ersten Abfahrt waren inzwischen zwar noch zwei weitere Spuren hinzugekommen, in der Schneise war aber immer noch genug Platz um neue Spuren zu ziehen.

Dritte Zwischenabfahrt zur Wagenbänkalm
Nordseitige Talabfahrt

Ein letztes Mal haben wir am Rand der Wagenbänkalm die Felle aufgezogen und sind wieder zum Westgipfel angestiegen. Vor der finalen Talabfahrt war die Fellversorgung jetzt nicht mehr vorrangig. Und hatten wir an der etwas windbehandelten Nordseite ungleich schlechteren Schnee erwartet, so wurden wir in der Folge eines Besseren belehrt und dabei positiv überrascht. Die Schneehöhe war zwar mit dem genussvollen Abbau der Höhenmeter ebenfalls abnehmend, aber bis hinunter zur Mautstraße war mit Ausnahme eines kleinen Windwurfs, der auf sehr wenig Schnee umfahren werden musste, kein ungutes Nebengeräusch von unterhalb der Laufflächen zu vernehmen.

Es folgten noch einige Schwünge und eine lange Schussfahrt über die flachen Wiesen bis hin zum Rand des großen Parkplatzes. Dort waren dann für die Distanz bis zum Beginn der Skiroute am anderen Ende der Abstellfläche noch einmal die Arme gefordert. Nach einer Vielzahl von Stockschüben haben wir schließlich am Ausgangspunkt der Tour abgeschnallt, die verschwitze Kleidung gegen trockene gewechselt, die Ausrüstung im Auto verstaut und uns auf den Weg zur Einkehr gemacht. Unterbrochen durch einen kleinen Zwischenstopp für das Loggen eines Geocaches am Weg haben wir schließlich die verbrannte Energie mit Schöberlsuppe und einem Wiener Schnitzel mit Reis, Preiselbeeren und Salat wieder zugeführt. Dies ist die Frohbotschaft zum Schluss für den Heinrich.

Wiener Schnitzel

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