Seetaler Alpe

mit dabei:

Andreas
Aufstieg in der Morgenröte

Da capo!

Wenn die Tourenziele in Ermangelung von Schnee limitiert sind, dann drängt sich die Wiederholung einer gelungenen Tour nahezu auf. Bei der Anfahrt war es im Lavanttal sehr frostig, bei unserem Tourenstart bei der Waldheimhütte hatte es aber schon wieder nur mehr eine Temperatur um den Gefrierpunkt. Der erhöhten Temperatur in Verbindung mit Wind und Sonne ist es wohl auch geschuldet, dass sich die Schneedecke im gesamten Verlauf der Tour während der letzten beiden Tage stark verringert hat.

Auf der sehr dünnen Schneedecke am Weg sind wir bis Maria in der Zirbe angestiegen. Es fasziniert mich immer wieder, dass der knorrige, teilweise abgestorbene Baum an einer Seite immer noch frische Austrieb hat. Die Madonna in ihrer Baumnische hält wohl Winterruhe 😉 und hat ihre aufrechte Position gegen eine schräge getauscht. Von da ging es dann weiter hinauf zum Türkenkreuz, beim Überqueren von noch offenen Fließgewässern immer darauf achtend, die Felle nicht zu benetzen.

(Ruhende) Maria in der Zirbe 😉
Schattenmänner im Anstieg zum Fuchskogel, im Hintergrund der Zirbitzkogel

Nach der Zwischenabfahrt auf Fellen hinunter zu Köhlerhütte sind wir in unserer Spur von vor zwei Tagen zum Quellfluss der Lavant und haben diesen über die am Samstag ausgemachte Schneebrücke überquert. Dann sind wir weiter in Richtung Fuchskogel angestiegen. Dass die Schneedecke auch an dessen Nordseite sich derart stark zurückgezogen hatte, hat mich schon ein bisschen verwundert.

Oberhalb der Abflachung haben wir daher die samstägliche Aufstiegsroute verlassen und sind nordöstlich des Gipfels angestiegen. Dort hatte es etwas mehr Schnee. Mitten im Schlussanstieg haben wir wegen aufkommenden Windes unsere Oberbekleidung ergänzt. 1 Std 55 min nach unserem Aufbruch bei der Waldheimhütte haben wir den ersten Tagesgipfel erreicht und uns dort eine Trinkpause gegönnt.

Die letzten Meter zum Fuchskogel; im Hintergrund der Zirbitzkogel
Schlussanstieg am Zirbitzkogel

Anschließend haben wir unsere Höhenwanderung entlang des Almzaunes in Richtung Zirbitzkogel begonnen. Der Wind war uns gnädig und wir haben zwischendurch sogar angedacht, die Jacken wieder auszuziehen. Im steiler werdenden Schlussanstieg sind wir einmal in die Südflanke hineingequert. Die Schneedecke war dort zwar ziemlich hart, aber doch so griffig, dass sich die Notwendigkeit, die Harscheisen zu montieren, nicht ergeben hat.

Knapp eine Stunde nach unserem Aufbruch am Fuchskogeln haben wir den zweiten Tagesgipfel, den Zirbitzkogel erreicht. Im Gegensatz zum Samstag hat dort oben eine frische Brise geweht. Dementsprechend kurz ist unser Gipfelaufenthalt ausgefallen. Für eine kurze Stärkung und das Umrüsten für die Abfahrt war natürlich genug Zeit. Aber dann sind wir schon wieder abgefahren.

Blick ins Murtal
Abfahrt vom Zirbitzkogel

Entlang der von Werner mit seinem Raupenfahrzeug befahrenen Piste sind wir dann talwärts gebraust. Diese war um einiges härter als am Samstag, aber immer noch sehr gut – und vor allem ohne Steinkontakt – fahrbar. Sehr schnell haben wir so, vorbei an vielen aufsteigenden Skitourengehern und Wanderern, die zuvor erarbeitete Höhe wieder abgebaut.

Im Schlussteil der Abfahrt, dort wo wir vor zwei Tagen im Hohlweg von dem einen oder anderen ungewollten Nebengeräusch durch Steinkontakte begleitet wurden, sind wir in das Schwarzbeergestrüpp daneben ausgewichen und dort ausrüstungsschonend abgefahren. Direkt am Parkplatz bei der Waldheimhütte haben wir kurz darauf abgeschwungen.

Abfahrt vom Zirbitzkogel
Kaspressknödelsuppe

Dort sind wir nach dem Verstauen der Ausrüstung dann auch eingekehrt. Wieder hat uns Siegi eine Kaspressknödelsuppe serviert. Dem Heinrich wir das möglicherweise zu wenig sein. Zu seiner Beruhigung darf ich verraten, dass ich am Nachmittag zu Hause schon noch etwas nachgelegt habe. Weil wir uns zum Ziel gesetzt haben, eingekaufte Lebensmittel erst dann zu entsorgen, wenn sie vorher einmal durch uns hindurch „veredelt“ worden sind, habe ich beim Leeren des Kühlschranks die eine oder Köstlichkeit zu mir genommen, sie vorher aber nicht bildlich dokumentiert.

Auch bei der spirituellen Einkehr gab es ein „Da capo“. Wieder sind wir in St. Anna am Lavantegg stehen geblieben und haben die Pfarrkirche besucht. Bei näherer Betrachtung der Weihnachtskrippe ist uns aufgefallen, dass es dort eine ungewohnte Häufung von Königen, die der Hl. Familie in der Krippe ihre Aufwartung machen, gibt. Auch die tierischen Besucher, wie Elefant, Kamel und Reitpferd mit Sattel neben den sonst üblichen Haustieren spiegeln eine große Breite wider.

Viele Könige in der Weihnachtskrippe von St. Anna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt und es gelten die Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen von Google