Tockneralm

mit dabei:

Chris und Andreas
Blick zu Preber, Roteck und Gr. Barbaraspitze

Auch in der alten Krakauer Heimat hat es in der letzten Woche den lange ersehnten Neuschneezuwachs gegeben. Daher haben wir unsere Tourenplanung auch danach ausgerichtet. Bei der Anfahrt hat es südlich des Gleinalmtunnels geschüttet, nördlich davon und auch im Murtal noch geschneit. In der Krakau haben wir dankenswerterweise bei Joseph Schnedlitz, den ich am Vortag auch noch bezüglich der Verhältnisse kontaktiert hatte, einparken dürfen.

Jungvater Chris, der jetzt schon das zweite Mal im Papamonat etwas übernächtig ins Auto eingestiegen ist, hat entgegen seiner Zeit vor der Vaterschaft gleich wieder einen flotten Schritt angeschlagen. Das ist wohl als Zeichen zu werten, dass er die Abwesenheit von Rosalie und Lisi so kurz wie möglich halten möchte. Über die Fuchsgrube ging es hinauf zum Wasserreservoir mit dem Schneepegel der ZAMG daneben und weiter hinüber zur ehemaligen Abfahrtspiste.

Aufstieg zur Fuchsgrube
Aufstieg zur Waldgrenze

Der von Joseph aufgestellten Orientierungsfähnchen entlang des weiteren Aufstiegs bis zur Waldgrenze hätte es an diesem Tag nicht bedurft, da die Tour schon am Vortag gut gespurt worden war. Und außerdem waren auch schon vor uns einige Aufsteigende unterwegs. Die Restbewölkung vom nächtlichen Niederschlag hat sich dabei Zeit gelassen, sich zu verziehen. Da ging sie wohl mit der Wetterprognose konform, die wir etwas optimistischer eingeschätzt hatten.

Knapp oberhalb der Waldgrenze haben wir uns dann eine Trinkpause gegönnt. Danach ging es weiter hinauf aufs Niederfeld. Die abgewehten Flächen galt es dabei in einem etwas längeren Bogen nach rechts zu umgehen. Während des weiteren Anstiegs hinauf aufs Hochfeld ist die Wolkendecke dann immer löchriger geworden und wir waren zeitweise auch schon in der Sonne unterwegs. Im Gegenzug hat der Wind aufgefrischt und uns mit Triebschnee die Sicht auf die Berge der Umgebung eingeschränkt.

Aufstieg am Hochfeld, begleitet von viel Triebschnee
Gipfelfreude

Nach einer Aufstiegszeit von ziemlich genau 2 Stunden waren wir beim großen Kreuz am Hochfeld. Weil die flott über uns hinwegziehenden Wolken die Sonneneinstrahlung weiterhin abgeschirmt haben, hatten wir dabei keine Eile. Der frische Wind hat dann aber doch etwas aufs Tempo gedrückt. In einem Mix aus Licht und Schatten sind wir daher in die Abfahrt gestartet. Dafür war die Schneebeschaffenheit anfangs homogen. Der Triebschnee auf einem festen Windharschdeckel war bestens fahrbar.

In der Rinne hinunter zur Tocknerhütte gab es noch längere Zeit diesen Schneemix und jetzt hat sich auch die Sonne vermehrt gezeigt. Etwa 100 Hm oberhalb der Hütte ist jedoch der „gute Schnee“ lupenreinem „Eisenbahnerpulver“ (Schienenschnee/Bruchharsch) gewichen. Ab da war dann bis zum Weg auf Höhe der Hütte nur mehr kontrolliertes Sturz vermeiden angesagt. Da macht man dann zwischendurch auch sehr gerne einmal eine Bergab-Spitzkehre anstatt eines Schwungs.

Abfahrt zur Tocknerhütte
Abfahrt entlang der Aufstiegsspur

Am Weg ging es dann wieder flotter in Richtung Osten. Danach sind wir durch den lichten Hochwald wieder in Richtung Aufstiegsspur abgefahren. Der Schnee war hier wieder halbwegs fahrbar. Entlang der Aufstiegsspur ging es dann weiter talwärts. Je nach Hangneigung und Exposition war es einmal mehr oder dann auch wieder weniger lustig, durch guten oder auch weniger guten Schnee zu kurven.

Ab dem Schitzaroa(n) gab es dann eine ausgefahrene Spur. Schließlich sind wir wieder zum Wasserreservoir nach Westen gequert und nach der kurzen Abfahrt am geräumten Weg dann über die Fuchsgruppe zurück zum Ausgangspunkt abgefahren. Mittlerweile hatten sich die letzten Wolken auch verzogen und wir haben unter strahlend blauem Himmel abgeschnallt. Da waren wir heute wohl ein bisschen zu früh dran.

Wolkenloser Himmel am Ende der Tour
Ragout vom Krakauer Hirsch mit gebr. Apfelscheiben und Spätzle

Kurz haben wir noch mit Joseph, der leider nur abends auskocht, geplaudert. Dann ging es zum Friedhofsbesuch und zur Einkehr beim Stigenwirth. Da darf sich der Heinrich heute über eine Mango-Chilli-Suppe und als Hauptgang über ein Ragout vom Krakauer Hirsch mit gebratenen Apfelscheiben und Spätzle mitfreuen. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei der Krakauer Verwandtschaft ging es dann flott wieder nach Hause, wo Chris endlich wieder seine Mädls in die Arme schließen konnte.

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