Tockneralm

mit dabei:

Chris
Aufstieg zum Wasserreservoir (mit Mondbeleuchtung)

 

Zusammen mit Brigitte, Chris, Lisi und Rosalie habe ich einige Tage in der Krakau verbracht. Da war natürlich neben dem Pistenequipment auch die Tourenausrüstung mit im Gepäck. Nach extrem warmen und stürmischen Vortagen haben Chris und ich heute sehr früh unsere Skier aufgefellt und sind beim Schallerwirt auf der Klausen gestartet. Im Licht des noch fast vollen Mondes ging es entlang der obligaten Route hinauf in Richtung Fuchsgrube und von da weiter hinauf zum Wasserreservoir mit dem Schneepegel der ZAMG daneben.

 

Eine herrliche Morgenstimmung hat uns am weiteren Weg hinauf durch die Schitza immer wieder zu Fotostopps animiert. Am Weg hinauf in Richtung Baumgrenze hat dann der Wind doch ein bisschen die Befürchtung aufkommen lassen, dass es weiter oben ähnlich ungemütlich werden könnte wie an den Vortagen. So knapp nach dem Frühstück haben wir uns auf Höhe des Almzaunes diesmal keine Trinkpause genehmigt, sondern sind weiter in Richtung Niederfeld angestiegen.

Aufstieg zum Niederfeld
Aufstieg am Niederfeld

 

Mit zunehmender Steilheit haben wir die glatte Spur verlassen und auf den griffigen Harschflächen daneben mehr Grip vorgefunden. Am Niederfeld haben wir kurz gestoppt, um die Sonnenbrillen aufzusetzen. Beim weiteren Aufstieg hinauf aufs Hochfeld ist nicht nur die Spur noch glasiger geworden, sondern auch die Harschflächen daneben waren von einer dünnen Schmelzeiskruste überzogen.

 

Jetzt wäre es eigentlich an der Zeit gewesen, die Harscheisen zu montieren. Flächen mit Windharsch und frischem Triebschnee haben uns aber über den Aufschwung hinweggerettet. Auch im sehr glatten Schlussanstieg haben wir die direkte Linie gerne nochmals verlassen und sind über Flächen mit Windharsch in einer Zickzacklinie bis zum großen Kreuz angestiegen. Dieses haben wir nach einer Aufstiegszeit von 2 Std 6 min (einschließlich der Fotopausen) erreicht.

Gipfelfreude
Tourenarena im Talschluss des Etrachtals (Edelfeld, Flederweißspitze, Krautgartenscharte, Bauleiteck, Schimpelspitze und Süßleiteck (v.l.n.r.)

 

Entgegen unserer Erwartung war der Wind in der Zwischenzeit wieder eingeschlafen. Beim Umrüsten hatten wir deswegen keine Hektik und viel Zeit, die Berge der Umgebung mit den möglichen Anstiegen und Abfahrten zu betrachten. Schließlich haben wir wieder angeschnallt und sind anfangs entlang der Aufstiegsspur ein Stück abgefahren. Hier war uns der glasige Schmelzharschdeckel als kompakte Unterlage dann doch lieber als der brüchige Windharsch.

 

Dann sind wir aber auf die schon im Anstieg ausgelotete Abfahrtslinie halbrechts hinunter in die Rinne zur Tocknerhütte eingeschwenkt. Hier haben wir als erste an diesem Tag unsere Spuren in bestens fahrbarem Triebpulver gesetzt. Ein wahrer Genuss war daher die Abfahrt mit dem unverwechselbaren Blick zum Preber als Kulisse rechts von uns.

Herrlicher Pulver in der Rinne zur Tocknerhütte
Herrlicher Pulver in der Rinne zur Tocknerhütte

 

Vor allem auf den letzten 150 Hm oberhalb der Tocknerhütte war der Schnee immer noch bestens fahrbar. Da gab es gegenüber der Abfahrt vor knapp zwei Wochen eine ungleich große Qualitätssteigerung. Bis auf Höhe der Hütte hat das sich nach unten verjüngende Pulverschneeband noch gereicht. Dann sind wir auf dem mit einem harten Harschdeckel versehenen Weg wieder ostwärts gerattert.

 

Der Harschdeckel im lichten Hochwald, durch den wir zur Aufstiegsspur und entlang dieser weiter abgefahren sind, war dann stellenweise etwas brüchig, aber halbwegs gut fahrbar. Schließlich sind wir in der ausgefahrenen Abfahrtsspur der Vortage weiter talwärts gebraust. Nach der Querfahrt zum Wasserreservoir in der Aufstiegsspur sind wir dem stellenweise ausgeaperten Weg noch auf die verschneiten Flächen daneben ausgewichen und über die Fuchsgrube zum Ausgangspunkt abgefahren.

Genussvoller Blick zurück zur befahrenen Rinne
Wiener Schnitzel

 

Von dort haben wir während des Verstauens der Ausrüstung im Auto noch einmal genussvoll auf unsere Spuren durch die Rinne nach oben geschaut. Da wir die Tour schon am halben Vormittag beendet haben, wird es auch für den Heinrich verständlich sein, dass wir uns nicht sofort nach einer Einkehrstätte umgeschaut haben. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Friedhof sind wir daher gleich heimgefahren und haben uns dort mit Lisi und Rosalie noch ein zweites Frühstück genehmigt. Chris hat sich anschließend mit Brigitte auf die Piste begeben, ich hatte einige Erledigungen zu tätigen. Im Anschluss daran sind wir aber beim Stigenwirth eingekehrt und der Heinrich darf sich abermals virtuell ein Stück von meinem Schnitzel abschneiden.

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